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Übergabe einer Kiste mit Grasköpfen und Luftballons: Diakoniechefin Sabine Jost, Sozialdezernent Frank Fillbrunn, die Stadtbau-Geschäftsführer Oliver Lamprecht und Armin Maisch sowie Oberbürgermeister Peter Boch (von links) stehen nach einem Jahr Bauzeit vor der frisch eröffneten erweiterten Kita Fuchsbau in Büchenbronn.  Fotos: Moritz 

Platz für 95 Kinder: Erweiterung des Fuchsbaus in Büchenbronn in Betrieb genommen

Pforzheim. Der Blick der Kinder kann durch die fast wandhohen Fenster über die Wiesen und Bäume schweifen, hin zum neu angelegten Spielplatz. Die Architektur des funktionalen Anbaus in Holzständerweise lässt das Drinnen mit dem Draußen verschmelzen. Oberlichter spenden neben den großen Fenstern außerdem Licht. Nach einem Entwurf des Architekturbüros Hansulrich Benz (Weissach) ist innerhalb nur eines Jahres auf knapp 500 Quadratmetern ein luftiges Gebäude mit Gruppen- und Mitarbeiterräumen sowie Spielflur und Sanitärbereich entstanden.

Es fügt sich so nahtlos an den seit acht Jahren bestehenden einstöckigen Holz-Betonbau ein, dass der Betrachter kaum einen Unterschied bemerkt. Gleich neben der Waldschule in Büchenbronn finden nun 95 Kinder im Fuchsenacker 3 einen Platz zum Spielen und Erkunden. Eine Gruppe der Unter-Drei-Jährigen sei bereits vor 14 Tagen in den neuen Anbau umgezogen, sagt Kitaleiterin Ines Burkhardt. Die zweite Gruppe der Unter-Drei-Jährigen wird zum September aufgenommen.

Pforzheim

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Im Bestandsbau, der um ein Drittel größer ist, sind dann die größeren Jungen und Mädchen zusammen untergebracht. Es sei die dritte coronabedingte Einweihung eines solchen Projekts im kleinen Kreis, sagte Stadtbau-Geschäftsführer Oliver Lamprecht bei der Übergabe. Schneller als gedacht, konnte die schwierige Bauaufgabe am Hang mit dem südlich angrenzenden Sportplatz bewältigt werden.

Weitere Kitas im Bau

Für die Spielfläche nach Westen hin und das begrünte Dach sorgte das Büro Fromm (Dettenhausen). Die Evangelische Kirche übernehme gerne die Trägerschaft als Ganzes, erklärte Diakoniechefin Sabine Jost. Sie lobte die funktionalen Raumzuschnitte, die eine große Bandbreite an Nutzungen zuließen. Im Stadtteil Büchenbronn dringend benötigte Kindergartenplätze könnten jetzt angeboten werden, erklärte Oberbürgermeister Peter Boch.

Insgesamt hat die Stadtbau für beide Gebäudeteile rund 3,6 Millionen Euro investiert. Und sie geht mit großen Schritten weiter voran: Schon im Herbst soll die Kindertagesstätte im denkmalgeschützten ehemaligen Postkraftwagenhof an der Zeppelinstraße bezugsfertig sein. Dort können dann Kinder aus vier Gruppen in den ehemaligen Räumen des Second-Hand-Palastes herumtoben. Die Kita an der Friesenstraße (fünf Gruppen) entsteht momentan in Massivbauweise. Der Rohbau ist bereits fertig, mit der Eröffnung ist im Februar zu rechnen.

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So sollen die künftigen jungen Nutzer der erweiterten Kita Fuchsbau durchs Leben gehen.

Die Erweiterung der Tiergarten-Kita (sechs Gruppen) brauche noch einen gültigen Bebauungsplan und eine Baugenehmigung. Dann stehe dem Baugebinn 2022 nichts mehr im Weg, sagt Lambrecht. Perspektivisch sorge die Stadtbau als Tochter der Stadt für 560 neue Plätze.

Martina Schaefer

Martina Schaefer

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