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02.09.2009

Polizei fasst zwei mutmaßliche Täter im Minicar-Fall

PFORZHEIM/MÜHLACKER. Opfer eines brutalen Überfalles war in der Nacht auf den 31. Juli ein 69-jähriger Minicar-Fahrer in Pforzheim geworden. Drei jüngere Fahrgäste hatten ihn an der Galileistraße niedergeschlagen. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag mitteilten, befinden sich mittlerweile zwei mutmaßliche Täter in Haft. Der dritte ist noch flüchtig.

Der Minicar-Fahrer hatte von seiner Zentrale den Auftrag erhalten, nach Mühlacker zu fahren. Dort nahm er am Bahnhof um 1.50 Uhr seine Fahrgäste auf. Zwei junge Männer und eine junge Frau ließen sich nach Pforzheim bringen. Nach den Aussagen der beiden Festgenommenen hatte das Trio von Anfang an vor, nicht zu bezahlen und den Fahrer zu berauben.

An der Galileistraße ließen sie den Wagen stoppen. Einer der Männer und die Frau stiegen aus. Diese täuschte Übelkeit und Erbrechen vor. Der Fahrer wollte sich um sie kümmern, dabei erhielt er mit einem Stock mehrere Schläge auf den Kopf. Er versuchte noch zu fliehen, brach dann jedoch zusammen. Über die Kurzwahltaste seines Handys gelang es dem 69-Jährigen, seine Zentrale zu verständigen. Er hatte schwere Kopfverletzungen, eine Nasenbein- und Kieferhöhlenfraktur sowie ein Schädel-Hirn-Traume erlitten. Die Täter entkamen ohne Beute.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten auch dank der guten Täterbeschreibungen des überfallenen Minicar-Fahrers auf die Spur einer aus Minsk (Weißrussland) stammenden 17-Jährigen und eines 18-jährigen, gebürtigen Pforzheimers. Sie wurden am Donnerstag vergangener Woche festgenommen und haben ihre Tatbeteiligung eingeräumt. Nach ihrem Komplizen (20 Jahre) wird noch gefahndet.

Den drei Beschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft „gemeinschaftlich begangener versuchter Mord, versuchter schwerer Raub und vollendete gefährliche Körperverletzung“ vor. pol/ef-te