Polizei geht bei rechtsradikaler Mahnwache kein Risiko ein
Die Pforzheimer Polizei geht bei der rechtsradikalen Mahnwache am 23. Februar kein Risiko ein und plant mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. 

Polizei geht bei rechtsradikaler Mahnwache kein Risiko ein

PFORZHEIM. Kein Risiko – das ist die Devise von Verwaltung und Polizei, wenn es auf den 23. Februar zugeht, dem Jahrestag der Zerstörung Pforzheims und seit vielen Jahren dem Tag, an dem die Gefahr droht, dass extreme Linke und Rechte aufeinander losgehen. Deshalb kommen stets Hundertschaften von Polizei, um die Fackel-„Mahnwache“ der Rechtsextremisten auf dem Wartberg zu schützen. Die werden erfahrungsgemäß bei der Ausfahrt Nord in Empfang genommen und unter starken Sicherheitsvorkehrungen zum Wartberg-Plateau eskortiert.

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Demonstration gegen rechte Mahnwache am 23. Februar - Teil II

Baustellen mit ihren Spezifika stellen da ein Problem dar – vor allem wegen möglicher Wurfgeschosse. Jedes Jahr finden daher im Vorfeld des 23. Februar gemeinsame Baubegehungen von Vertretern des Ordnungsamts und der Polizei statt.

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Demonstration gegen rechte Mahnwache am 23. Februar - Teil I

Von „Gefährdungspotenzialen“ spricht der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer. Es sei nichts Besonderes, wenn Baustellen in dieser Umgebung dicht gemacht oder gesichert würden. Polizeisprecher Frank Otruba bestätigt das aktuell beispielsweise für die Schauinslandstraße unterhalb des Wartbergs. Dort habe ein Container mit Dachziegeln gestanden. Bis spätestens 22. Februar habe der Container verschwinden müssen. Weg sind auch die gestapelten Pflastersteine für Gehwegarbeiten unweit der Bauschlotter Straße. Die letzte Palette wurde am Dienstag fortgefahren. Die Kosten liegen für Abtransport und Zwischenlagerung: laut Insidern bei mehreren tausend Euro. ol