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Die Polizei Pforzheim stoppte eine mögliche "Kaffeefahrt".
Die Polizei Pforzheim stoppte eine mögliche "Kaffeefahrt". © Symbolbild: dpa
18.01.2013

Polizei kontrolliert Reisebus und vereitelt "Kaffeefahrt"

Pforzheim. Nach Rastatt sollte die Busreise gehen. Doch die nahm für Veranstalter und Mitfahrende ein jähes Ende. Noch bevor ein Verkaufsprofi die typischen Ausflugsfahrten-Artikel wie Heizdecken oder Anti-Schnarchkissen an die betagten Teilnehmer verkaufen konnte, stoppte die Polizei Pforzheim die geplante „Kaffeefahrt“.

Nachdem jemand auf die bevorstehende „Kaffeefahrt“ hingewiesen hatte, kontrollierte die Polizei am Donnerstagmorgen um 8.45 Uhr am ZOB-Süd einen Reisebus. Der Veranstalter aus Cloppenburg in Niedersachsen hatte mit dem angemieteten Reisebus bereits Teilnehmer aus dem Bereich Vaihingen-Enz abgeholt. In Pforzheim sollten weitere Personen zusteigen.

Bei der Kontrolle wurde schließlich festgestellt, dass die erforderlichen Genehmigungen für solch eine Tour nicht vorlagen. Die Reise wurde daraufhin abgeblasen, die Senioren von der Polizei über das Wesen von „Kaffeefahrten“ aufgeklärt. Die Teilnehmer wurden vom Busunternehmen wieder zurück nach Vaihingen-Enz befördert.

„Kaffeefahrten“ sind organisierte Bus- oder Schifffahrten mit angeschlossener Verkaufsveranstaltung. Dabei wird ein großer psychologischer Druck aufgebaut, um die meist betagten Teilnehmer zum Kaufen zu bringen. „Beispielsweise wird angekündigt, dass es das Mittagessen erst gibt, nachdem ein bestimmtes Kaufpensum erfüllt wurde; oder einer der „Gäste“ gehört zum veranstaltenden Unternehmen und macht den Anfang, indem er scheinbar begeistert irgendetwas kauft“ (Wikipedia.org).