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Erkennungsdienstlich nacherfasst durch Beamte des Landeskriminalamts werden minderjährige unbegleitete Ausländer.
Erkennungsdienstlich nacherfasst durch Beamte des Landeskriminalamts werden minderjährige unbegleitete Ausländer.
07.08.2017

Polizei leistet Amtshilfe: Junge Flüchtlinge erstmals erfasst

Der Schrecken sieht anders aus – anders als beispielsweise Hamed aus Afghanistan, Abbas aus dem Irak oder Hakim aus Syrien. Allesamt jung (unter 18), gekommen ohne Vormund, meist über die Südroute (Italien, Schweiz) oder die Balkanroute (Türkei, Griechenland, Kroatien) in Deutschland gelandet: unbegleitete minderjährige Ausländer, Behördenkürzel UMAs. Rund 8000 von ihnen gibt es in Baden-Württemberg, je rund 150 im Enzkreis und dem Kreis Calw, 180 in Pforzheim.

Fingerabdruck von jedem jungen Flüchtling in der Region

Vor allem in den Wirren des Massenansturms von Flüchtlingen im Spätjahr 2015 war an eine vollständige Erfassung dieser Personengruppe nicht zu denken. Auf Anweisung des Ministeriums für Soziales und Integration vom Jahresanfang wird dies nun schrittweise nachgeholt. Am Montag und Dienstag diente und dient der Lehrsaal der Polizei im ehemaligen Direktionsgebäude der früheren Polizeidirektion an der Kiehnlestraße als Ort der erkennungsdienstlichen Nacherfassung von UMAs aus Pforzheim (65), dem Enzkreis (30) und dem Kreis Calw. Vertreter der Region – Sozialbürgermeisterin Monika Müller, Wolfgang Schwaab (Leiter des Jugendamts Enzkreis) und Nicole Mann (Teamleiterin der Ausländerbehörde des Landratsamts Calw) dankten dem Polizeipräsidium Karlsruhe – dem bisher neunten von insgesamt zwölf Regionalpräsidien – für die Amtshilfe. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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