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Schlägernde Iraker haben erneut für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. © Ketterl
03.04.2013

Polizei richtet nach Iraker-Streit Ermittlungsgruppe ein

Pforzheim. Nach der tätlichen Auseinandersetzung irakischer Staatsangehöriger vor dem Landratsamt in Pforzheim richtet die Pforzheimer Polizei eine Ermittlungsgruppe ein. Dieser werden fünf Beamte der Schutzpolizei und ein Beamter der Kriminalpolizei angehören.

Bildergalerie: Schlägerei: Iraker sorgen erneut für großen Polizeieinsatz

Nach den bisherigen Ermittlungen trafen bei der Auseinandersetzung vor dem Landratsamt am Dienstag um 15:30 Uhr, rund 10 bis15 irakische Staatsangehörige aufeinander, die zum Teil auch aus anderen Bundesländern stammen. Hierbei wurden vier Personen leicht verletzt, eine davon durch ein Messer an der Hand. Das Messer konnte durch Polizeibeamte aufgefunden werden.

Beim Eintreffen der Polizei flüchteten einige der mutmaßlichen Beteiligten in die Wohnung eines in Pforzheim wohnhaften Irakers. Dort wurde nach richterlicher Anordnung eine Wohnungsdurchsuchung durchgeführt, bei der sieben weitere Personen vorläufig festgenommen wurden. Insgesamt kam es an diesem Tag zu 15 Festnahmen. Nachdem die Identität dieser Personen festgestellt und erkennungsdienstliche Behandlungen durchgeführt worden waren, wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bei dem Vorfall waren mehrere Rettungsdienstkräfte, rund 30 Polizeibeamte sowie zur Wohnungsdurchsuchung eine Gruppe des Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. Der Grund der Auseinandersetzung dürfte nach bisherigen Ermittlungen im familiären Bereich liegen.

Der Auseinandersetzung waren Anfang März 2013 sowie am 1, April bereits Vorfälle mit irakischen Staatsangehörigen vorausgegangen. Derzeit wird ermittelt ob diese Taten im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung stehen. pol

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