Hauptfriedhof
Mit viel Fingerspitzengefühl und doch auch mit konkreter Ansage hat die Polizei am Freitagmorgen eine Beerdigung auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof begleitet. Symbolbild: PZ-Archiv/Meyer 

Polizei und Betreuungsteams begleiten Beerdigung mit rund 200 trauernden Großfamilien-Angehörigen

Pforzheim. Mit viel Fingerspitzengefühl und doch auch mit konkreter Ansage hat die Polizei am Freitagmorgen eine Beerdigung auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof begleitet. Hier wurde der Jugendliche beerdigt, der am Mittwochabend an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße in Pforzheim zu Tode gekommen war. Das hatte kurz darauf zu einer großen, spontanen Trauerbekundung auf der Westlichen Karl-Friedrich-Straße geführt.

Feuerwehr und Polizei waren ursprünglich wegen eines Gasalarms in das Haus gerufen worden. Bei der Suche nach der Alarmursache wurde der Jugendliche gefunden.

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Da bei der Beerdigung ebenfalls mit einer großen Trauergemeinde zu rechnen war, die über die aktuell erlaubte Anzahl von maximal 50 Personen hinausgeht, hatte sich die Polizei dazu entschlossen, die Versammlung mit Respekt und doch auch mit konkreten Verweisen auf die Mindestanforderungen der Corona-Regelungen zu begleiten. „Es ist ein sehr schwieriger Moment, wenn so ein junger Mensch aus dem Leben scheidet“, hat Polizeisprecher Dirk Wagner gegenüber PZ-news erklärt. Deshalb wurden die fünf Streifenwagen-Besatzungen auch von polizeilichen Betreuungsteams mit psychologisch geschulten Spezialisten begleitet.

Am Ende wurden 200 Trauergäste aus dem direkten Umfeld der irakischen Großfamilie auf das Einhalten des Mindestabstands und den Schutz durch Nase-Mund-Masken hingewiesen. Das respektvolle Vorgehen der Beamten sei offenbar akzeptiert worden.

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„Die Mehrheit der Menschen hält sich nach wie vor an die Regelungen der Corona-Verordnung und auch an die Tragepflicht eines Mund-Nasenschutzes,“ sagt Caren Denner, Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Nachdem es in der Vorwoche im Bereich des Polizeipräsidiums Pforzheim noch täglich zwischen 35 und 50 Anzeigen pro Tag gegeben habe, seien diese Woche im Schnitt nur noch zehn bis 20 Verstöße gegen die Corona-Verordnung angezeigt worden, sagt der Pforzheimer Polizeisprecher Frank Weber. 

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Thomas Kurtz

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