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Günther Freisleben
Günther Freisleben
29.12.2016

Polizeichef Günther Freisleben hängt noch ein Jahr dran

Pforzheim/Karlsruhe. Verlängert Günther Freisleben (59) – oder nimmt der Chef des Polizeipräsidiums Karlsruhe, zu dem auch Pforzheim, der Enzkreis, Calw und Freudenstadt gehören, seinen 60. Geburtstag am 11. Januar zum Anlass, ein halbes Jahr später regulär in Pension zu gehen? Das war eine der am häufigsten gestellten Fragen innerhalb des mit rund 2700 Beschäftigten größten Regionalpräsidiums der Polizei Baden-Württembergs. Und wie äußert sich die Hauptperson selbst dazu? Er wolle es erst seinen Leuten sagen – bevor die es über die Presse erfahren, hieß es aus der Pressestelle des Präsidiums. So geschah es – und Freisleben stellte tatsächlich einen Antrag im Innenministerium.

Jetzt ist die Bestätigung da: Dem Wunsch des Polizeipräsidenten auf Verlängerung um ein Jahr wurde entsprochen. Seine Dienstzeit endet demnach am 31. Juli 2018.

Er ist damit in bester Gesellschaft: Immer mehr Polizisten, vom Hauptmeister bis zum Leitenden Polizei- oder Kriminaldirektor, legen nach dem 60. Lebensjahr (plus ein halbes, das ist neu) noch eine Schippe drauf. Bereitwillig antwortete jüngst das Innenministerium eine entsprechende Anfrage der SPD und schlüsselte die Dienstgrade und Fallzahlen für die vergangenen vier Jahre auf.

Insgesamt machten bis November dieses Jahres 411 Beamte des Polizeivollzugsdiensts – also keine Verwaltungsbeamten – von der Möglichkeit Gebrauch, zu verlängern. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Stichtag 358 Polizisten, im Jahr davor 261 und im Jahr 2013 nur 234. Am meisten wollen oder müssen Polizeihauptkommissare (A 11) verlängern – also die zweithöchste Stufe des gehobenen Dienstes bei der Schutzpolizei –, mehr als ein Viertel der Gesamt-Verlängernden und doppelt so viele wie der zweitplatzierte Dienstgrad: Polizeihauptmeister, also mittlerer Dienst ((A 9 plus Zulage) Es folgen Erster Polizei- beziehungsweise Kriminalhauptkommissar.

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