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Ein Bild aus früheren Tagen: Clemens Schonopp, Polizeifreiwilliger, auf Streife 2007.
Ein Bild aus früheren Tagen: Clemens Schonopp, Polizeifreiwilliger, auf Streife 2007. © PZ-Archiv
17.05.2011

Polizeifreiwillige als Auslaufmodell

PFORZHEIM/ENZKREIS. Vom langsamen Auslaufen des Polizeifreiwilligendienstes werden über die Jahre 30 Männer betroffen sein, die in Pforzheim und dem Enzkreis ehrenamtlich Streife laufen und von der Polizeiführung bedarfsorientiert eingesetzt werden. Die Männer sind zwischen 18 und 60 Jahren alt, kommen aus allen Bevölkerungsschichten, sind deutsche Staatsbürger – teils mit Migrationshintergrund – und verdienen brutto sieben Euro pro Stunde.

Nach einer steuerrechtlichen Änderung bleibt ihnen davon die Hälfte. Zwei von ihnen sind dem Autobahnpolizeirevier zugeordnet, sechs dem Revier Mühlacker, vier dem Revier Neuenbürg, je fünf den Revieren Pforzheim Mord und dem Verkehrsdienst, sieben dem Revier Süd und einer der Polizeihundestaffel. In Baden-Württemberg gibt es noch rund 1250 Polizeifreiwillige. Diese Einrichtung gibt es im Land seit 1963. 1974 waren es in Pforzheim noch 91 Freiwillige. Sie waren nie unumstritten. Die Gewerkschaft der Polizei lehnte sie als „Laiendarsteller“ ab, ebenso die anderen Parteien außer der CDU. Von sofort an werden keine Polizeifreiwilligen mehr ausgebildet oder beschäftigt. ol