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Eine Frau mit dem Aufdruck auf der Jacke „Freiwilliger Polizeidienst“ regelt in Wiesbaden den Verkehr.  Fredrik von Erichsen
Eine Frau mit dem Aufdruck auf der Jacke „Freiwilliger Polizeidienst“ regelt in Wiesbaden den Verkehr. Fredrik von Erichsen
01.07.2016

Polizeifreiwillige kein Auslaufmodell mehr

Der Abwärtstrend war erkennbar, und er war politisch gewollt: Unter Grün-Rot fristete der Polizeifreiwilligendienst sein Dasein als Auslaufmodell: Mit 60 Jahren war Schluss für die 1963 in Baden-Württemberg eingeführte ehrenamtliche Verstärkung der Polizei, neue Polizeifreiwillige wurden seit 2013 gar nicht mehr ausgebildet. Im Land – und damit auch im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe und der ehemaligen Polizeidirektion Pforzheim – sank die Zahl kontinuierlich.

In Pforzheim und dem Enzkreis sind es nach Auskunft von Polizeisprecher Martin Plate derzeit noch 13 (2013 waren es 16, im Jahr 2012 noch 24, aber es waren auch mal drei Dutzend).

Diese Abwärts-Entwicklung wird nun nach der Wahl und der Bildung einer grün-schwarzen Koalition gestoppt. Ist nur die Frage, ob der Polizeifreiwilligendienst alter Prägung weiterbesteht, oder ob sich die Grünen mit ihrem Vorschlag durchsetzen: dass die Freiwilligen ohne Uniform (wie auch in Bayern die „Sicherheitswacht“) und ohne Waffen (wie ebenfalls in Bayern, in Hessen und in Sachsen) unterwegs sind – oder ob alles bleibt, wie es in Baden-Württemberg ist.

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