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© Symbolbild: dpa
20.09.2017

Polizeirevier mit Postamt verwechselt und wortlos Paket auf Tresen gelegt

Pforzheim. „Schallendes Gelächter bei allen Beteiligten“, so meldet es die Polizei, habe dieser Tage der Besuch eines etwa 65 Jahre alten Mannes beim Polizeirevier Pforzheim-Nord ausgelöst. Der Mann hatte die Wache an der Bahnhofstraße betreten und wortlos ein Paket auf den Tresen gelegt. In Zeiten des Terrors, in denen vergessene Koffer zu Räumungen von Bahnhofsarealen führen, hätte solch eine Begegnung den ein oder anderen vielleicht etwas zurückzucken lassen, doch nicht so in Pforzheim.

Als der wachhabende Beamte den „Kunden“ an Reviertresen fragte, was er denn mit dem Paket solle, erhielt er die kurze Antwort: „Na, zurückschicken!“ Nun macht die Polizei zwar vieles möglich, aber der Paketversand zählt nicht zu ihren primären Aufgaben. Aber des Rätsels Lösung war schnell gefunden: Bis zum Jahr 2001 befand sich an gleicher Stelle das Pforzheimer Hauptpostamt - und seit dem Einzug der Polizei in das Postgebäude war der Mann nicht mehr dagewesen.

Letztlich wurde ihm der nicht mehr ganz so neue Hauptsitz der Pforzheimer Post an der Zerrennerstraße freundlich mitgeteilt und der Besucher verließ immer noch lachend das Polizeirevier. Die Polizei schätzt daher, dass das Paket doch noch von der richtigen Stelle aus auf die Reise gebracht worden ist und vielleicht sogar schon sein Ziel erreicht hat.