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Symbolfoto: PZ
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09.01.2018

Polizist wegen sexueller Nötigung und Exhibitionismus verurteilt

Pforzheim. Nur ein Bruchteil dessen, was am letzten Verhandlungstag gegen einen Polizisten vor dem Amtsgericht Pforzheim vor sich ging, ist bekannt. Wie bereits beim Prozessauftakt, fanden zentrale Passagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – samt der Plädoyers und des letzten Wortes des 35-Jährigen, der der sexuellen Nötigung in Tateinheit mit exhibistionistischen Handlungen in zwei Fällen angeklagt war.

Das Urteil verkündete der Vorsitzende Richter des Schöffengerichts und Direktor des Amtsgerichts, Oliver Weik, öffentlich: sieben Monate und zwei Wochen Gesamtfreiheitsstrafe, ausgesetzt für drei Jahre auf Bewährung. Zudem trägt der verurteilte Paul A. (Name geändert) die Kosten des Verfahrens und muss 2500 Euro an Lilith, die Pforzheimer Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und Jungen, zahlen.

Wie berichtet, war Paul A. vorgeworfen worden, vor zwei Frauen sein Geschlechtsteil entblößt und sie gezwungen zu haben, dieses zu berühren. Paul A. hatte dies bis zuletzt abgestritten. Die größte Strafe für sein Verhalten blüht Paul A., der seit Oktober 2016 nicht mehr im Dienst ist, wohl von anderer Seite: „Wahrscheinlich wird die Polizei seine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis anstreben“, so Weik. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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