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11.11.2009

Polizisten lassen sich gegen Schweinegrippe impfen

PFORZHEIM. Rund 100 Beamte der Polizeidirektion Pforzheim sind am Freitag vergangener Woche und am Montag einem Aufruf des polizeiärztlichen Diensts gefolgt und haben sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Das bestätigte Polizeisprecher Thomas Grambole auf PZ-Nachfrage.

Es habe sich um eine freiwillige Impfung gehandelt, die ausschließlich für die Mitarbeiter des polizeilichen Vollzugsdiensts gedacht war.

Vermutlich hätten sich viele Kollegen, auch aus der Verwaltung, bereits privat impfen lassen, sagte der Polizeisprecher. Beim verwendeten Impfstoff handelte es sich laut Grambole um Pandemrix, das am weitesten verbreitete und auch für die normale Bevölkerung vorgesehene Präparat, nicht um das von der Bundesregierung für sich, die Bundeswehr und Regierungsbeamte auserkorene Celvapan, das ohne Wirkstoffverstärker auskommt. Deshalb war der Verdacht aufgekommen, die Bundesregierung sichere sich den leichter bekömmlichen Impfstoff.

Marion Deiß, Sprecherin des für die Impfung der Landesbedienssten zuständigen baden-württembergischen Sozialministeriums, sagte am Mittwoch gegenüber der PZ, dass Baden-Württemberg wie alle anderen Bundesländer auch nur Pandemrix verwende. Dies gelte gleichermaßen für die Bevölkerung wie für Landesbedienstete und auch die Politiker. „Da sind alle gleich“, so Deiß. Es gebe auch keine qualitativen Unterschiede zwischen den Präparaten. „Da gibt es kein besseres oder schlechteres.“ Lediglich Schwangeren versuche das Land einen anderen Impfstoff zu organisieren. kli