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Polizisten sichern die Eingänge des Hilda-Gymnasiums. © Seibel
Polizisten sichern bewaffnet die Eingangstüre des Hilda-Gymnasiums. © Seibel
Foto: Symbolbild © dpa
31.01.2017

Polizisten sicherten zwei Pforzheimer Schulen wegen Droh-Schreiben

Aufregung am Hilda- und Reuchlin-Gymnasium in Pforzheim: Vor beiden Schulgeländen standen am Dienstagmorgen mehrere Polizeiautos. Zudem sicherten bewaffnete Beamte die Eingänge der Schulen. Laut einem Polizeisprecher drohte ein Unbekannter per Mail mit Gewalttaten.

Bildergalerie: Polizeipräsenz vor zwei Pforzheimer Schulen nach einem Droh-Schreiben

Die Experten der Polizei stuften die Schreiben jedoch als nicht ernstzunehmend ein. Dennoch reagierte die Polizei und leitete in enger Absprache mit den Schulen Vorkehrungsmaßnahmen ein. Der Schulbetrieb konnte an den Gymnasien aufrechterhalten bleiben. Bis Schulschluss zeigte die Polizei vor beiden Schulen Präsenz. Möglicherweise seien Drohungen mit ähnlichem Inhalt auch an andere Schulen in Deutschland verschickt worden, so ein Polizeisprecher. Ob die Schreiben miteinander zusammenhängen, werde momentan geprüft.

Die Ermittlungen nach dem Urheber des Schreibens wurden umgehend von der Kriminalpolizei übernommen und laufen auf Hochtouren. Über den Inhalt des Drohbriefs will sich die Polizei derweil nicht äußern. Insgesamt erhielten sechs Schulen im Raum Karlsruhe und Pforzheim per E-Mail die Schreiben.

Edith Drescher, Schulleiterin am Hilda, hatte umgehend das Krisenteam einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. „Die Schüler waren schnell über verschiedene Kanäle über den Grund der Polizeipräsenz informiert“, so Drescher. Also habe sie das Kollegium gebeten, die Schüler zu beruhigen. „Wir sagten ihnen, dass die Polizei zu unserer Sicherheit bis 13 Uhr vor der Schule steht.“

„Es blieb alles ruhig“, so Drescher. So auch am Reuchlin-Gymnasium, berichtete Schulleiter Kai Adam am Nachmittag. Dies habe an der engen Zusammenarbeit mit Behörden und Drescher gelegen sowie der „sachlichen verantwortungsvollen Berichterstattung“ auf PZ-news. „Das hat uns wirklich geholfen“, so Adam.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Pforzheimer Zeitung.

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