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Kuriose Bitte: Ein Lkw-Fahrer aus Portugal bat Autobahnpolizisten um den Drogenersatzstoff Methadon. In den tagen zuvor hatte er Heroin genommen.
Kuriose Bitte: Ein Lkw-Fahrer aus Portugal bat Autobahnpolizisten um den Drogenersatzstoff Methadon. In den tagen zuvor hatte er Heroin genommen. © dpa
24.06.2011

Portugiese fragt Polizisten nach Drogenersatzstoff

PFORZHEIM. Da staunten die Polizeibeamten nicht schlecht: Im Normalfall flüchten Drogenkonsumenten vor der Polizei. Doch bei der Tank- und Rastanlage Pforzheim auf der A8 wurden jetzt Autobahnpolizisten gefragt, ob sie einem portugisieschem Lastwagenfahrer nicht mit dem Drogenersatzstoff Methadon aushelfen könnten. So ganz nüchtern war der Brummi-Chauffeur wohl allerdings nicht.

Am Mittwoch um 19.30 Uhr sprach der 39-jährige Portugiese bei der Rastanlage die Beamten des Autobahnpolizeireviers Pforzheim an und bat darum, den Drogenersatzstoff Methadon zu bekommen. Er führte weiter aus, dass er in Portugal in einem Methadonprogramm sei und seit einigen Tagen keine Versorgung mit diesem Mittel mehr habe. Von seinem Arzt in Portugal wurde zwischenzeitlich ein Schriftstück an das Autobahnpolizeirevier übersandt, aus dem hervorging, dass der Lastwagenfahrer tatsächlich Methadon bekommt.

Eine durchgeführte Urinprobe ergab allerdings auch, dass der Mann vor Antritt der Fahrt andere Betäubungsmittel eingenommen hatte. Damit konfrontiert, räumte der Fahrer den Konsum von Heroin an den vergangenen Tagen ein. Er musste sich einer Blutentnahme unterziehen und wurde angezeigt.

Überdies wurde ihm die Weiterfahrt für die nächsten 24 Stunden untersagt. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 550 Euro hinterlegen und verbrachte die Nacht stationär in einem Krankenhaus, um die Versorung mit Methadon zu ermöglichen. pol

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