nach oben
Vom Controlling-Professor an der Hochschule zum Stifter: Claus Meyer, hier mit der Stiftungs-Dokumentation. Foto: Seibel
Vom Controlling-Professor an der Hochschule zum Stifter: Claus Meyer, hier mit der Stiftungs-Dokumentation. Foto: Seibel
Claus Meyer (rechts) und seine Frau Brigitte (links) mit der Verleihungsurkunde des Thomas-Gulden-Preises 2006 an Paul Pronobis. Im Vordergrund die Mutter des verstorbenen Studenten, Elvira Gulden. Foto: Gerstenmaier/Archiv
Claus Meyer (rechts) und seine Frau Brigitte (links) mit der Verleihungsurkunde des Thomas-Gulden-Preises 2006 an Paul Pronobis. Im Vordergrund die Mutter des verstorbenen Studenten, Elvira Gulden. Foto: Gerstenmaier/Archiv
25.09.2015

Professor Claus Meyer - „Wenn Du groß bist, hilfst Du“

Pforzheim. Acht Jahre alt war der Bub, als seine Mutter zu Grabe getragen wurde. Lungen-Tuberkulose, unheilbar. 1947 war das, der Vater galt seit zwei Jahren an der Ostfront als vermisst. „Jetzt bist Du ganz allein“, sagte Claus Meyer, von da an Vollwaise, zu sich. Und er sagte noch etwas: „Wenn Du groß bist, hilfst Du.“

Vielleicht haben sie sich deshalb so gut verstanden: Meyer (75) und Uwe Hück (53) – hier der schmächtige Professor im Ruhestand, dort der bullige Gewerkschafter, Porsche-Betriebsratsvorsitzende und ehemalige Thaibox-Europameister. Hück, ebenfalls Vollwaise, hielt im Oktober vergangenen Jahres den Festvortrag an der Hochschule anlässlich der Verleihung des Thomas-Gulden-Preises und des Alfred-Kärcher-Preises. In wenigen Wochen werden die Preise erneut verliehen – es ist ein kleines Jubiläum, denn die Stiftung, der Claus Meyer und seine Frau Brigitte ihren Namen gaben und die ihren Sitz in Stuttgart hat, ist zehn Jahre alt. 32 Jahre lang war Meyer an der Hochschule Professor im Studiengang Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, ehe er in den Ruhestand ging.

„Ohne meine Studenten wäre ich nicht, was ich bin. Deshalb will ich etwas zurückgeben“, sagte Meyer in einem Gespräch vor vielen Jahren – ein Satz, zu dem er auch heute noch uneingeschränkt steht. Sichtlich stolz präsentiert er eine druckfrische Dokumentation über das Wirken der Meyer-Stiftung seit ihrer Gründung.Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“.