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Waren mit Feuereifer beim Bau der mobilen Cocktailbar (kurz: MoCo-Bar) in der Werkstatt der Firma Heinzelmann dabei: die Tischler-Auszubildenden Moritz Schmid und Carmen Ostertag sowie die Schülerinnen Yaren Özdemir, Sinem Al und Lerzan Aydin mit Sozialarbeiterin Monika Jerkovic. Bischoff-Krappel
Waren mit Feuereifer beim Bau der mobilen Cocktailbar (kurz: MoCo-Bar) in der Werkstatt der Firma Heinzelmann dabei: die Tischler-Auszubildenden Moritz Schmid und Carmen Ostertag sowie die Schülerinnen Yaren Özdemir, Sinem Al und Lerzan Aydin mit Sozialarbeiterin Monika Jerkovic. Bischoff-Krappel
18.12.2016

Projekt der mobilen Jugendarbeit in Mühlacker kommt gut an

Schmecken tun sie alle: Ob Caipirinha, Pina Colada oder Tequilla Sunrise – gegen einen leckeren Cocktail hat wohl niemand etwas einzuwenden. Dass es durchaus auch alkoholfreie Alternativen zu den bekannten Drinks geben kann, möchten die Mitarbeiterinnen der Senderstädter mobilen Jugendarbeit mit ihrer mobilen Cocktailbar – kurz MoCo-Bar – ins Bewusstsein rücken.

Ehrensache, dass diese Bar nicht gekauft, sondern von Jugendlichen selbst gebaut wird.

„Zunächst hatten wir dieses Projekt mit einer gemischten Gruppe geplant“, so Monika Jerkovic vom Verein „miteinanderle-ben“. „Bald schon haben sich aber drei Mädels gefunden, die Feuer und Flamme für den Bau der Bar waren. So ist das Ganze zu einem Mädchenprojekt geworden.“ Und dass diese durchaus auch mit Fräse und Bohrer umgehen können, stellen die 14-jährige Sinem und ihre 15-jährigen Freundinnen Lerzan und Yaren in der Werkstatt der Senderstädter Firma Heinzelmann unter Beweis. Unter fachkundiger Anleitung der beiden Auszubildenden Moritz Schmid und Carmen Ostertag schleifen die Schülerinnen Bretter ab, runden Kanten und bohren Löcher in die Steckbeine der zukünftigen Bar. „Die Mädchen stellen sich sehr gut an“, lobt Azubi Carmen Ostertag, die in ihrer Berufsschul-klasse als angehende weibliche Tischlerin immer noch die Aus-nahme ist. „Ich habe Technik in der Schule und mir macht diese Arbeit total Spaß“, meint Projektmitarbeiterin Yaren.

Neben dem Heranführen an Tätigkeiten, die Mädchen üblicherweise nicht übernehmen, verfolgt Monika Jerkovic von der mobilen Jugendarbeit mit dem MoCo-Bau noch ein anderes Ziel: „Die Bar soll ab dem kommenden Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen in Mühlacker zum Einsatz kommen“, erläutert sie. „Ob in Jugendhäusern, beim Straßenfest, an der Drehscheibe oder auf dem Weihnachtsmarkt: Wir möchten präsent sein und alkoholfreie Alternativen zu Bier und Glühwein anbieten.“

Es gehe nicht darum, Alkohol grundsätzlich zu verbieten, sondern die Jugendlichen möglichst schon in jungen Jahren an den verantwortungsvollen Umgang mit der legalen Droge heranzuführen. „Wir planen rund um die MoCo-Bar Aktionen wie einen Rausch-Parcours oder Erste-Hilfe-Unterweisungen für den Fall, dass ein Freund stark alkoholisiert ist“, so Jerkovic. „Damit sollen die Jugendlichen motiviert werden, eher die alkoholfreie Getränkealternative zu bevorzugen.“ Die Jugendsozialarbeiterin ist dankbar, dass die Jugendstiftung Baden-Württemberg das Projekt finan-ziert und die Firma Heinzelmann Materialien und Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.