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Nur Sieger gibt es in der Bolzplatzliga: Die jungen Fußballer und ihre Betreuer feiern das Saisonfinale bei den Inselschulen mit etlichen prominenten Gästen. Foto: Morelli
Nur Sieger gibt es in der Bolzplatzliga: Die jungen Fußballer und ihre Betreuer feiern das Saisonfinale bei den Inselschulen mit etlichen prominenten Gästen. Foto: Morelli
09.07.2017

Promis feiern mit den jungen Talenten der Bolzplatzliga

Pforzheim. Auf dem Sportplatz der Inselschule wird es am Samstagvormittag spannend: Bei der Pforzheimer Bolzplatzliga spielen die U 13-, U 16- und U 20-Mannschaften um den Pokal. Seit April laufen die Vorrunden, bei denen 28 Teams aus 25 Nationen auf den Bolzplätzen des Reuchlin- und Kepler-Gymnasiums sowie der Fritz-Erler-Schule gegeneinander angetreten sind. Fairplay wird bei dem Turnier großgeschrieben. Nicht nur die besten, sondern auch die gerechtesten Mannschaften gewinnen.

„Einen Schiedsrichter mit Gelben und Roten Karten brauchen wir nicht“, erklärt der 16-jährige Teilnehmer Adem: „Wir machen unsere eigenen Regeln.“ Bei einem Foul entscheiden die Spieler selbst über die Strafe, und im Anschluss an jedes Spiel vergeben sie in einer moderierten Fairnessrunde Punkte für angemessenes Verhalten an die gegnerische Mannschaft. 2,7 von 3 Punkten kamen dabei im Schnitt heraus. Die Zahl zeige, welch guten Umgang die Jugendlichen miteinander haben, meint der pädagogische Projektleiter Clemens Beisel. Es komme höchstens mal vor, dass jemand beim Torjubel überheblich wird.

Der Stadtjugendring, der Sportkreis und die Stadt Pforzheim haben das jährlich zweimal stattfindende Bolzplatzturnier 2006 ins Leben gerufen. Die finanzielle Unterstützung übernehmen in diesem Jahr die Deutsche-Fußball-Liga-Stiftung, der Präventionsverein „Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis“ sowie die Stadt und die Stadtwerke. Mitmachen kann jeder, der Spaß am Kicken hat und sich mit mindestens vier weiteren Mitspielern anmeldet, erläutert der Mitarbeiter Andreas Michaelis. So erreicht das Projekt auch Jugendliche, die nicht in Vereinen organisiert sind.

Viele Teilnehmer sind schon alte Hasen. Zu ihnen gehört Antenio, der bereits zum dritten Mal dabei ist. Für das Finale hat er darüber hinaus einen Stand der Lebenshilfe organisiert, der die Anwesenden mit Getränken und Bratwürsten versorgt. Bei der Hitze kommen die Teilnehmenden ins Schwitzen, doch die Anstrengungen lohnen sich. Am Tag der Entscheidung hat sich ein prominentes Publikum eingefunden. Neben Erstem Bürgermeister Dirk Büscher und Sozialbürgermeisterin Monika Müller sowie etlichen Stadträten sind die Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) gekommen, um der Siegerehrung beizuwohnen. Sie übergeben Medaillen sowie Gutscheine für ein Bundesligaspiel des VfB, ein Döner-Essen oder einen Besuch im Kino – und Gokart-Fahrten für die Fairnesspreis-Gewinner. Der „FC Nordstadt“, „Sucuk United“ und das „Team Ezidi“ halten die Siegerpokale für ihre Altersklasse in Händen.