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Würstchen für zwölf Cent: Theo Bellon und Sabine Funk-Ambroso (von links) verkaufen ihre Ware an Hilde und Otto Müller (von rechts).
Würstchen für zwölf Cent: Theo Bellon und Sabine Funk-Ambroso (von links) verkaufen ihre Ware an Hilde und Otto Müller (von rechts).
13.01.2016

Protest: Bauern verkaufen in Pforzheim Wurst für 12 Cent

Die Bauern haben Schwierigkeiten rentabel zu arbeiten. „Wir sind in der kompletten Landwirtschaft in einem Tal“, klagt Joachim Fuchs vom Landesbauernverband Baden-Württemberg. Nun machen die Vertreter der Schweinezüchter auf sich aufmerksam. Landesweit protestierten sie am Dienstag mit ihrer Aktion „Wir machen Ihre Wurst. Aber nicht zu diesem Preis!“.

Sie verkauften Würste für jeweils zwölf Cent. Dies ist der Betrag, den der Einzelhandel ihnen dafür zahlt. Sämtliche Einnahmen gehen an das Kinderhospiz in Stuttgart. In Pforzheim verschob man die Veranstaltung aus Witterungsgründen auf Mittwoch.

Laut Ulrich Hauser, dem Kreisvorsitzenden des Bauernverbands, gehe es darum, dem Verbraucher deutlich zu machen, was der Erzeugeranteil ist. Momentan erhalte ein Schweine-Mastbetrieb etwa 1,25 Euro für ein Kilogramm Fleisch. Um die hohe Qualität zu gewährleisten, benötige man allerdings Preise von mindestens 1,80 Euro für diese Menge. Größere Investitionen für bessere Tierhaltung oder gentechnikfreies Futter fiele ebenso ins Gewicht wie der höhere Arbeitsaufwand pro Tier im Vergleich zu ausländischen Massenzuchthöfen.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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