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25.11.2015

Prozess um Tötungsdelikt in der Berliner Straße ohne Öffentlichkeit

Pforzheim/Karlsruhe. Was geschah genau in den frühen Morgenstunden des 17. Mai dieses Jahres in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Berliner Straße? Was sind die Hintergründe für eine Bluttat, mutmaßlich begangen von einem 23-Jährigen an einer 57 Jahre alten Nachbarin, auf die er 104-mal, so die Anklage, eingestochen haben soll?

Die Frau starb – deshalb wird gegen Claudio G. (Name geändert) vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe verhandelt. Weil wegen Schuldunfähigkeit die Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie droht, hat auf Antrag von Claudio G.s Anwalt Michael Schilpp (Pforzheim) die Kammer gemäß Gerichtsverfassungsgesetz am Mittwoch die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen – was einen guten Freund der Getöteten fassungslos machte, der dem Prozess folgen und dem Angeklagten ins Gesicht sehen wollte. Das Opfer sei „der friedlichste Mensch der Welt“ gewesen. Gehört werden unter anderem medizinische und psychiatrische Sachverständige. Erst das Urteil am 2. Dezember ist öffentlich.