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16.02.2009

Psychologische Betreuung für Personal der überfallenen Bank

Noch am Tag des Überfalls auf die Sparkassen-Filiale beim EInkaufszentrum Famila-Ost in Pforzheim war Sparkassen-Mitarbeiter Reiner Muhr als psychologischer Ersthelfer in der Filiale, um mit den Kollegen das Erlebte durchzusprechen.

Speziell für solche Extremsituationen hat die Sparkasse geschultes Personal, das möglichst schnell unterstützend eingreifen soll, um sich nach dem ersten Schock als Ansprechpartner anzudienen oder um zu erkennen, ob traumatische Erlebnisse bei den betroffenen Mitarbeitern vorliegen. In der ersten Woche nach dem Überfall wird sich noch eine Ärztin bei einem Gruppengespräch mit den Sparkassen-Mitarbeitern unterhalten, um dann bei Bedarf weitere Einzelgespräche zu führen. Die Ärztin ist auf die Behandlung traumatischer Erlebnisse spezialisiert und hatte schon bei dem Samuraischwert-Amoklauf im Versandhaus Bader betroffene Mitarbeiter betreut.

Eventuell durch das schnelle Betreuen der Mitarbeiter sei es bislang bei den von Überfällen betroffenen Mitarbeitern der Sparkasse Pforzheim Calw noch nicht zu gravierenden Folgeschäden gekommen. Immerhin sei es keine Kleinigkeit, so Reiner Muhr, wenn einem jemand eine Pistole unter die Nase hält.