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Matthias Lüben erklärt, wie die VR-Brille funktioniert. Foto: Frommer
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Luftiger Höhepunkt: Auf der Dachterrasse des Emma-Kreativzentrums zeigen Models bei der Fashionshow „Muse“ Kreationen Pforzheimer Designer. Fotos: Frommer

Quartiersfest an der Enz: Alfons trifft Emma

Pforzheim. Deutlich gewachsen präsentierte sich das diesjährige Quartiersfest „Alfons&Emma“: In der Eingangshalle des Kreativzentrums begrüßte der humanoide Service-Roboter „Pepper“ die staunenden Besucher. Doch keine Angst: Noch blieb das tatsächliche Grußwort zur Eröffnung des Nachbarschaftsfests an der Enz Bürgermeisterin Sibylle Schüssler vorbehalten. Sie würdigte das vielfältige und bunte Programm der gut besuchten Veranstaltung sowie die Entstehung von „Nimm Platz“-Sitzmöbeln auf dem Vorplatz des Alfons-Kern-Turms als exemplarische „Umsetzung von Leitbild und Nutzungskonzept für eine lebendigere und attraktivere Innenstadt“.

Die Kooperation von Planungsamt und Kreativzentrum ermöglichte auch Einblick in die Lebenswelt der Kreativschaffenden. Am Quartiersfest Alfons & Emma nahmen sowohl die Fakultät für Gestaltung als auch die Alfons-Kern-Schule, das „Café Roland“, die Kindertagesstätte am Emma-Jaeger-Bad, junge Unternehmen sowie die Anrainer unterschiedlicher Kulturen teil. Das Quartier an der Enz zeigte sich bei mildem Wetter vielfältig, bunt und kreativ.

Blick zurück und nach vorn

Mit zwei ausgesprochenen Publikumsmagneten wartete das eintägige Quartiersfest in diesem Jahr auf: Reger Andrang herrschte einerseits bei der Fashionshow der jungen Designerinnen Jasmina Jovy und Katharina Vicenza, die in Kooperation mit dem Concept-Store „Schaufenster“ und dem Friseursalon „Shadé“ die Damenmode der 1970er-Jahre wieder aufleben ließ.

Ebenfalls auf großes Interesse stieß der Stand des Projekts „Stattbad“, eine erweiterte Fotogrammetrie im Emma-Erdgeschoss, welche das seit 2011 nicht mehr zugängige Emma-Jaeger-Bad zumindest virtuell und in 360 Grad wieder erlebbar machte. „Raumgang“-Gründer und Geschäftsführer Matthias Lüben schwärmte: „Wir sind vor einer Woche mit ,Stattbad‘ auf Facebook online gegangen. Seither haben wir mehr als 500 Abonnenten – und von Alfons&Emma bin ich überwältigt, denn wir erfahren hier nicht nur das Interesse der Jüngeren, sondern auch vieler Älterer.“ Zur vorbereitenden Technik der Präsentation erläuterte er, dass sie Räume zunächst mit Infrarotsensoren eingescannt wurden. „Auf die so gewonnenen Gitterstrukturen setzen wir anschließend Fotografien drauf“, erläuterte er weiter, „wodurch wir den 3D-Effekt erzielen“.

Eine Vielzahl weiterer Aktionen, Ausstellungen, Vorträge und Workshops, darunter auch das Nähzentrum des Familienzentrums in der Au, der „Sense“-Plattenflohmarkt vor dem Alfons-Kern-Turm und beispielsweise das mobile Kinderangebot des Stadtjugendrings machten Alfons&Emma zu einem abwechslungsreichen Familienfest.

Auch kulinarisch war einiges geboten: Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten neben dem „Café Roland“ und „Fräulein Ohrt“ erstmals auch Kulinarik-Stände von „Arkadasch“ mit Börek, Suppe und gefüllte Weinblättern, das „Caphe an der Enz“ mit vietnamesischen Spezialitäten, „Oskars Tantonny“ reichte Sandwiches, „Seoul“ bot koreanische Spezialitäten, die Sense-Cocktaillounge sorgte füe Getränke und die Kita punktete mit frischen Waffeln.