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Die beiden Landtagsabgeordneten Erik Schweickert (links) und Hans-Ulrich Rülke beglückwünschen Rainer Semet (rechts) zur Nominierung als Bundestagskandidat.  Foto: Meister 

Rainer Semet will für die FDP in Pforzheim in den Bundestag: Das steht auf seiner Agenda

Pforzheim. „Mit Erfindergeist können wir mehr erreichen, als mit Verboten und Verzichten“ stellte Rainer Semet klar. Der 62-jährige wurde am Freitag zum Bundestagskandidaten im Wahlkreis Pforzheim für die FDP gewählt. In der Gaststätte „Zum Herrmannsee“ in Büchenbronn erhielt er 33 Stimmen, bei zwei Enthaltungen und drei Gegenstimmen. Bei seiner Rede betonte er, dass vor allem Technologieoffenheit, soziale und wirtschaftliche Stärke sowie erstklassige Bildung in allen Lebensphasen auf seiner Agenda stehen.

„Es ist traurig, dass wir heute nicht mehr in der Lage sind, Schulgebäude modern zu halten“, bedauerte Semet. Während Corona wurde „schmerzlich sichtbar“, wie die Digitalisierung in Schulen vernachlässigt wurde. Er bemängelte das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik und fordert eine ständige Weiterbildung von Lehrkräften. Ebenso gilt es das duale Bildungssystem zu fördern und die Wahrnehmung der Arbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu steigern, da sie den „robusten Teil“ der Gesellschaft stellen.

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Weiter sprach Semet von einer fahrlässigen einseitigen Festlegung auf E-Mobilität, welche die Autoindustrie vor Probleme stellt. Die Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel sieht er nicht innovativ, was sich beispielsweise in den hohen Strompreisen auswirkt. Die Wasserstofftechnik hält er für eine große Möglichkeit, den Ausstieg aus der fossilen Energie schnell und wirtschaftlich zu gestalten.

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Zudem sieht er den Europäischen Emissionshandel als zentrales Steuerungsinstrument im Klimaschutz. „Es gilt, keine Verbote zu erteilen, sondern Taten auf weiter Front“, forderte der Berufsschullehrer an der Alfons-Kern-Schule. Hierbei gilt es seiner Meinung nach, zukunftsorientiert zu denken.

Vor der Wahl bedauerte ein FDP-Mitglied den berufsbedingten Rückzug von Janis Wiskandt und schlug Monika Descharmes als Kandidatin vor.

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