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In der Oststadt wird aufgeräumt: Ein Polizeibeamter beaufsichtigt drei jugendliche Straftäter bei der Ableistung ihrer Sozialstunden. Foto: Seibel
In der Oststadt wird aufgeräumt: Ein Polizeibeamter beaufsichtigt drei jugendliche Straftäter bei der Ableistung ihrer Sozialstunden. Foto: Seibel
07.09.2016

Ran an Gestrüpp, Unkraut und Graffiti: Junge Straftäter säubern die Stadt

Pforzheim. Dammstraße in der Oststadt. Vor den Toren der Abschiebehaftanstalt tummeln sich ehrenamtliche Mitarbeiter, Medienvertreter und etliche Polizisten. Anwohner schauen aus den Fenstern, betrachten die Menschenansammlung. Auch wenn es den Anschein erregt, an diesem Morgen wird kein bundesweit berüchtigter Schwerverbrecher eingeliefert. Nein, was hier stattfindet, ist eine Aktion des „Bürgervereins Nordstadt“, „Pforzheim mitgestalten“ und des „Hauses des Jugendrechts“.

27 junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren legen vom Gericht auferlegte Arbeitsstunden ab. Von 10 bis 18 Uhr befreien sie die unmittelbare Umgebung der Abschiebehaftanstalt sowie die Oststadt mit ihren Parkanlagen von Gestrüpp, Unkraut und Graffiti. Das macht am Ende des Tages acht geleistete Arbeitsstunden. „Manche müssen mehr als 100 Stunden abarbeiten“, sagt Polizeihauptkommissar Thomas Hoffmann.

Bei den Bestraften handle es sich zu zwei Dritteln um Wiederholungstäter. Ein junges Mädchen ist wegen Schulschwänzens zu Sozialarbeit verdonnert worden. Andere haben Graffiti auf fremden Besitz gesprüht, kleinere Diebstähle begangen oder wurden beim Rauschgiftkonsum erwischt. Viele wurden mehrfach beim Schwarzfahren ertappt, weshalb auch Mitglieder der Bundespolizei vor Ort sind. Einige haben in der Vergangenheit Körperverletzungen begangen.

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