nach oben

Derivate-Debakel in Pforzheim

02.10.2016

Rathaus erwägt Schadenersatz von Augenstein

Pforzheim. Kaum ein Satz war je so falsch wie dieser, dass für Pforzheim das Derivate-Debakel durch den Vergleich mit der Deutschen Bank ausgestanden ist – angesichts eines ab August 2017 vor dem Landgericht Mannheim terminierten, auf über 30 Tage angesetzten Strafprozesses, Angeklagt sind Ex-Oberbürgermeisterin Christel Augenstein, Ex-Stadtkämmerin Susanne Weishaar (wegen schwerer Untreue), der damalige stellvertretende Kämmerer Konrad Weber (wegen Beihilfe) und zwei Mitarbeiter von J.P. Morgan (wegen Betrugs).

Nun wurde bekannt, dass die Stadt eine Schadensersatzklage gegen die damaligen Verantwortlichen ins Auge fasst. Womöglich fassen muss. Es ist Schaden am Vermögen der Stadt angerichtet worden; nach den Vergleichen mit den beteiligten Banken bleiben an Pforzheim vom ursprünglichen Verlust von 57 Millionen Euro immer noch rund zwölf Millionen Euro hängen, und wer für anderer Leute Geld zuständig ist, darf oft gar nicht anders, als mögliche Verantwortliche eines Vermögensschadens zur Rechenschaft zu ziehen. Ob die Stadt aber diesen Schritt wirklich geht und Schadenersatz von Augenstein & Co. fordert, „dazu müssen wir das Strafverfahren abwarten“, antwortet Oberbürgermeister Gert Hager auf PZ-Nachfrage.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Leserkommentare (0)