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Einen herzlichen Abschied, der gar kein richtiger ist, weil Roger Heidt dem Konzern Stadt erhalten bleibt, bereitet OB Hager seinem scheidenden Kollegen. Im Hintergrund Heidts Frau Annkathrin.   Ketterl
Einen herzlichen Abschied, der gar kein richtiger ist, weil Roger Heidt dem Konzern Stadt erhalten bleibt, bereitet OB Hager seinem scheidenden Kollegen. Im Hintergrund Heidts Frau Annkathrin. Ketterl
29.09.2016

Rathaus verabschiedet Ersten Bürgermeister Heidt in Richtung Stadtwerke

Sorgen, Sorgen, nichts als Sorgen im Rathaus. Die Schulden der Stadt steigen, die Personalkosten steigen, große Bauprojekte verteuern sich, und keiner will’s gewesen sein, „vergeblich wurde der Schuldige gesucht“, trägt der Erste Bürgermeister Roger Heidt noch am Abend seiner offiziellen Verabschiedung im Sitzungssaal des Neuen Rathauses vor, und verliest den Appell: „Nicht am Gewerbesteuer-Hebesatz rütteln!“

Genau gesagt: Er verliest ihn amüsiert. Denn was Heidt vorträgt, der scheidende Chef des Dezernats IV mit den Bereichen öffentliche Ordnung, Standesamt, Feuerwehr Stadtentwässerung, Verkehrs- und Bäderbetriebe, Aufsichtsrat im Klinikum und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und ab morgen deren Chef, klingt zwar nach tagesaktueller Lage. Stammt aber von Heidts erstem Tag – nicht vor acht Jahren im Pforzheimer Rathaus, sondern auf dieser Welt: Es ist die Haushaltsrede des damaligen Pforzheimer Oberbürgermeisters Johann Peter Brandenburg, wiedergegeben in der „Pforzheimer Zeitung“ vom 17. Februar 1960 – dem Tag, an dem Heidt in Karlsruhe geboren wurde.

Für seinen Humor, für seine Zuverlässigkeit als Partner beim Zusammenarbeiten, für den guten, konzilianten Umgang innerhalb des Doppels an der Spitze des Rathauses und fürs Nutzen seiner vielen Kontakte lobt Oberbürgermeister Gert Hager den „lieben Roger“: Roger Heidt werde in seiner neuen Aufgabe als Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Stadtwerken Pforzheim weiter wichtige Arbeit leisten und Erfolg haben zum Wohl Pforzheims.

Als Vorsitzender des Gesamtpersonalrats würdigt Franz Herkens den Umgang Heidts mit den Mitarbeitern, der von Freundlichkeit, Respekt und gutem, kommunikativem Miteinander geprägt gewesen sei. Für die Amtsleiter charakterisiert Wolfgang Raff den scheidenden Chef als einen, der sich vor Entscheidungen stets gründlich informierte, und dies nicht nur am grünen Tisch, sondern am liebsten vor Ort. Und auch Raff spricht die Kommunikationsstärke Heidts an. „Den kollegialen Austausch haben Sie amtsübergreifend gefördert.“

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