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Die Finalisten Cassedy, Moritz, Emma und Susanna (vorne von links) zeigen gemeinsam mit den anderen Teilnehmern stolz ihre Urkunden. Kister
Die Finalisten Cassedy, Moritz, Emma und Susanna (vorne von links) zeigen gemeinsam mit den anderen Teilnehmern stolz ihre Urkunden. Kister
18.02.2016

Regionalfinale des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert“ an der Fritz-Erler-Schule

„Es ist schwierig, eine Meinung zu vertreten, die man gar nicht hat“, gibt Cassedy Brose zu, Teilnehmerin bei „Jugend debattiert“. Durch die Herausforderung lerne sie allerdings sehr viel über Ausdruck und Sprache. Als Finalistin in der Sekundarstufe I des Regionalverbundes Karlsruhe-Pforzheim weiß sie, wovon sie spricht.

Die Ausscheidung des Wettbewerbs fand am Mittwoch in der Fritz-Erler-Schule statt. Das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung (GHSt) ins Leben gerufene Projekt „Jugend debattiert“ gibt es seit 2003 bundesweit an deutschen Schulen. Das Modell sei besonders, da die Lehrer Fortbildungen erhielten, wo sie selbst debattierten, so Marcel Hinderer, freiberuflicher Rhetoriklehrer der GHSt. Danach hätten sie einen ganz anderen Bezug zur Sache, um ihrer Klasse die Grundlagen der Redekunst beizubringen.

Insgesamt nahmen 20 Jugendliche der Klassen acht bis zehn von neun Schulen teil. Sie lieferten sich in zwei Vorrunden jeweils 25-minütige Wortgefechte, um die vier Finalisten zu ermitteln. Eine Jury aus Lehrern sowie Schülern der teilnehmenden Lehranstalten, ergänzt durch Hinderer als Experte, bewertete die Leistungen anhand der Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Das Finale erreichten schließlich Cassedy Brose, Emma Willimski, Moritz Kosina und Susanna Zimmer. Sie diskutierten in zwei Teams, über die Frage, ob in Baden-Württemberg die verbindliche Grundschulempfehlung wieder eingeführt werden solle. Ihre Beweisführung belegten sie mit realen Studien.

Cassedy belegte den ersten Platz, Moritz den zweiten. Sie werden als Regionalsieger am Landesentscheid in Stuttgart teilnehmen. Außerdem dürfen beide ein dreitägiges Rhetorik-Seminar besuchen, das auch als Vorbereitung für den weiteren Wettbewerb dient. „Es macht Spaß zu reden, aber Politikerin will ich nicht werden“, stellt Finalistin Susanna klar.