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Rekordergebnis für „Menschen in Not“

Noch nie in der 22-jährigen Geschichte von „Menschen in Not“ (MiN) wurden in der Weihnachtszeit weit mehr als 400.000 Euro für die Hilfsaktion der „Pforzheimer Zeitung“ gesammelt. Verleger und MiN-Vorstand bedanken sich in einem offenen Brief bei den Spendern und Unterstützern.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir sind überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft: Noch nie in der 22-jährigen Geschichte von „Menschen in Not“ wurde in der Weihnachtszeit eine solch hohe Summe gespendet. Weit mehr als 400 000 Euro sind zusammengekommen. Dafür sagen wir, die Verantwortlichen des Hilfsvereins der „Pforzheimer Zeitung“, ganz herzlich „danke“. Danke für Ihre Spenden.

Ohne Sie und Ihre Großzügigkeit wäre MiN – wie wir uns abgekürzt nennen – nichts. Wir möchten uns ebenso bedanken bei den vielen Helferinnen und Helfern, die uns mit kleinem und großem Einsatz ebenso unterstützen. Wir wissen, dass etliche von Ihnen in der Weihnachtszeit viel zu tun haben und genau aufs Geld schauen müssen, um ihren Lieben Geschenke kaufen zu können. Umso höher ist es einzustufen, wenn Sie Ihre Zeit und Ihr Geld für fremde Menschen aufwenden.

Sie können sicher sein, dass „Menschen in Not“ Spenden und finanzielle Zuwendungen streng treuhänderisch behandelt. Jeder Euro kommt bei Hilfsbedürftigen aus der Region an, die unverschuldet in Not geraten sind. Verwaltungs- und Sachkosten von MiN übernimmt die „Pforzheimer Zeitung“ zu hundert Prozent.

Wie bei jedem ordentlichen Verein gibt es Vorstandssitzungen und Kassenkontrollen. Zudem prüft ein Beirat, bestehend aus Vertretern der Sozialverbände, die Richtigkeit und Sinnhaftigkeit der Spenden an die Bedürftigen. In der Vorweihnachtszeit haben wir bereits angekündigt, dass MiN einige größere Projekte fördern möchte. Dies wird nun in den kommenden Monaten geschehen.

Selbstverständlich wird unser Hauptaugenmerk weiterhin auf der Hilfe für die breite Masse Notleidender liegen. Denn es gibt in unserem immer noch sehr wohlhabenden Landstrich etliche Menschen, die am Ende des Monats kein Geld mehr haben, um sich ihr Essen leisten zu können, oder Strom, Wasser und Heizung nicht bezahlen können. Wie kann das möglich sein in einem Land, das von Wirtschaftsaufschwung zu Wirtschaftsaufschwung springt? Eine vielfach an uns gestellte Frage.

Immer häufiger tritt MiN auf den Plan, um alleinerziehenden Müttern oder völlig verarmten alten Menschen zu helfen. Menschen, die aus Scham auf den Ämtern nicht um Unterstützung nachsuchen. Sie fallen häufig durchs Sozialhilfe-Raster von Stadt und Staat. Wir versuchen, mit Ihren Spendengeldern die gröbste Not zu lindern. Und um Weihnachten herum geben wir Ihre Großzügigkeit gerne weiter an Familien, deren Kinder ohne Sie und MiN völlig auf Geschenke verzichten müssten.

Letztlich erfüllt „Menschen in Not“ eine Aufgabe, die unsere Stadt und unser Staat nicht mehr leisten können. Daran ändern auch die Lippenbekenntnisse unserer Politiker nichts. Unser Sozialstaat ist überfordert. Darum muss es Organisationen wie MiN geben. Deswegen verbinden wir unseren Dank mit unserer Bitte gleichermaßen: Bleiben Sie uns gewogen!

Wir wünschen Ihnen ein glückliches und gesundes neues Jahr.

Albert Esslinger-Kiefer, PZ-Verleger

Thomas Satinsky, Vorsitzender „Menschen in Not“

Susanne Knöller, Vorsitzende„Menschen in Not“