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250 Jahre Goldstadt Pforzheim

2200 Höhenmeter haben die Radfahrer rund um die Stadt zu überwinden. Foto: Privat
2200 Höhenmeter haben die Radfahrer rund um die Stadt zu überwinden. Foto: Privat
Motiviert gehen die 29 Rennradfahrer des Würmtalexpress an den Start. 22 von ihnen werden es schaffen, die gesamte Strecke zurückzulegen. Foto: Privat
Motiviert gehen die 29 Rennradfahrer des Würmtalexpress an den Start. 22 von ihnen werden es schaffen, die gesamte Strecke zurückzulegen. Foto: Privat
Gerhard Baral (links) nimmt die Radler bei ihrer Ankunft am Leo in Empfang. Foto: Privat
Gerhard Baral (links) nimmt die Radler bei ihrer Ankunft am Leo in Empfang. Foto: Privat
18.06.2017

Rennradfahrer des Würmtalexpress fahren einmal um Pforzheim

Pforzheim. Mit etwas erschöpften aber strahlenden Gesichtern erreichten die Rennradfahrer des Würmtalexpress am Samstagabend ihr Ziel: den Leopoldplatz. Nach 250 Kilometern und neun Stunden im Sattel beendeten sie ihre Tour zum Goldstadtjubiläum. Die Strecke rund um Pforzheim hatte es in sich. Es galt, ganze 2200 Höhenmeter zu überwinden. Dennoch kam die Gruppe flott voran.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 Stundenkilometern absolvierten sie ihre Jubiläumstour fast eine Stunde schneller als geplant. Von den 29 Fahrerinnen und Fahrern, die um 7.30 Uhr am Waisenhausplatz zur Tour aufbrachen, legten 22 die volle Distanz zurück – die beiden ältesten Fahrer im Alter von 72 Jahren. Ein Ergebnis, mit dem Holger Sievert, der Kopf der Truppe, sehr zufrieden ist: „Durch die Begleitfahrzeuge und somit die Möglichkeit, jederzeit auszusteigen, wurden viele ermutigt, die ganze Strecke zu fahren. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass so viele die anspruchsvolle Tour komplett zurücklegen.“

Nur ein platter Reifen

Außer einem platten Reifen gab es keine Zwischenfälle. Der schönste Moment der Tour sei die Erkenntnis gewesen, dass Pforzheim mehr zu bieten habe, als einige denken. „Die geografische Lage und abwechslungsreiche Topografie der Stadt sind ein Traum für Rennradfahrer – aber auch für viele andere Sportarten optimal geeignet“, schwärmte Sievert. Sowohl Hügel, wie bei Königsbach-Stein, als auch flachere Streckenabschnitte sowie die Landschaft machten die Tour abwechslungsreich. Mit Höchstgeschwindigkeiten von knapp 80 Stundenkilometern fuhren die Radfahrer ihre Jubiläumstour von Neuenbürg, über Bad Wildbad, Altensteig, Nagold, Herrenberg, Weil der Stadt ,Vaihingen an der Enz und Karlsbad zurück in die Goldstadt. Durch den Windschatteneffekt, der mit der Größe der Gruppe zunimmt, seien auch hohe Geschwindigkeiten ohne große Anstrengung möglich. So können die schwächeren Fahrer von den Stärkeren profitieren.

„Dank der einheitlichen Trikots wird nicht nur die Gruppenzugehörigkeit gestärkt, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht“, erklärte Sievert. Außerdem habe es viele freundliche Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer gegeben. Eine Herausforderung sei gewesen, die Gruppe trotz unterschiedlicher Trainingsniveaus stets zusammenzuhalten.

„Die Gegend lädt zum Radfahren ein“, sagte der Gesamtkoordinator des Schmuckjubiläums, Gerhard Baral, der die Fahrer bei ihrer Ankunft begrüßte. „Die Tour ist ein schönes Signal, die touristische Region, in der wir leben, zu schätzen und auszunutzen.“