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Klassizistische Fassade: das Hotel „Ruf“ am Bahnhofplatz.
Klassizistische Fassade: das Hotel „Ruf“ am Bahnhofplatz. © Frei
Ein erster Eindruck von den künftigen Zimmern.
Ein erster Eindruck von den künftigen Zimmern. © Frei
17.05.2017

Renovierung: Frischer Wind im Pforzheimer Hotel „Ruf“

Die Zimmer sind leer, der Fußboden herausgerissen, die Bäder ausgeräumt, nur ein Raum lässt derzeit zumindest erahnen, wie die Einrichtung im neuen Hotel „Ruf“ aussehen wird.

„Die Handwerker arbeiten mit Hochdruck, um den derzeit ins Auge gefassten Eröffnungstermin 1. Oktober auch erreichen zu können,“ sagt Thomas Köhler, geschäftsführender Gesellschafter der Jubema Haus- und Vermögensverwaltung, der das ehemalige Hotel untersteht. Dann soll das „Ruf“, in das 600 000 Euro investiert werden, an die Novum Hotel Group Hamburg übergeben werden. Mit ihr wurde ein Pachtvertrag über 20 Jahre plus Option abgeschlossen.

Als Novum Anfang des Jahres die Übernahme von acht weiteren Hotels bekannt gegeben hatte, damals gehörten über 20 Häuser zur Gruppe, war die Überraschung groß, dass sich darunter auch das „Ruf“ befindet. Aber für Bahnreisende, Geschäftsleute wie Besucher, ist seine Lage direkt am Hauptbahnhof und direkt an der City optimal. Und Köhler sagte damals, das Angebot sei so gut gewesen, dass er nicht „nein“ habe sagen können (die PZ berichtete). Mittlerweile vermisst er zwar „meine Studenten“, die in den vergangenen Jahren in den Hotelzimmern wohnten. „Es waren viele nette junge Leute aus aller Welt, mit denen ich in Kontakt gekommen bin. Da fehlt mir schon etwas. Aber ich persönlich werde nach Fertigstellung des Umbaus nicht mehr so stark in Anspruch genommen sein.“

Die 51 Hotelzimmer im Drei-Sterne-Bereich sind 16 bis 35 Quadratmeter groß. Gestaltet werden sie nach Vorgaben des künftigen Betreibers: postmodern, vorherrschend in Grau- und Türkistönen, das Mobiliar lehnt sich farblich an Ulmenholz an, die Bäder erhalten eine bodengleiche „Regenwalddusche“.

Im Gegensatz zum Hotelbereich herrscht im Restaurant (einst „Schüttelfass“), das sich im Gebäude befindet, absolute Stille. Es war 2008 zwangsversteigert worden. Die Mitarbeiter des bisher letzten Pächters, einer Kette mit asiatischen Speisen, haben „in einer Nacht- und Nebelaktion“, so Köhler, das Haus am vorvergangenen Wochenende verlassen.

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