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Mit pinken Plakaten setzt Carmen Heinz-Gottwald (Mitte) das Augenmerk auf Mitarbeiterinnen wie Simone Schmidt-Krauß (links) und Christine Kohl.  Foto: Moritz 

Rettungsschirm gefordert: Händler aus Pforzheim beteiligen sich an bundesweiter Aktion

Pforzheim. Bereits Mitte Januar hatten bundesweit Tausende Einzelhändler auf ihre Lage aufmerksam gemacht. Nicht zufällig zum Monatsstart, da Miete und Lohnzahlungen fällig werden, startete das Bündnis #wirmachenAUFmerksam gestern seine Folgeaktion „Wir gehen mit ... voran“. Sie tragen die aktuellen Auflagen mit, kritisieren aber, dass die Hilfen nicht ankämen.

Voller Sorge, der Lockdown könnte abermals verlängert werden, fordern die Teilnehmer die Regierung auf, einen Rettungsschirm zu spannen, um rund 220.000 Einzelhändler und 1,8 Millionen Arbeitsplätze zu sichern. Neben weiteren Pforzheimer Geschäften ist auch Carmen Heinz-Gottwald, die ihre Modeboutique „Stil & Style“ im VolksbankHaus nach dem ersten Lockdown in das Kosmetikstudio integrieren musste, erneut mit dabei. „Über den 1. März hinaus werden wir es so nicht mehr schaffen“, sagt sie. „Ich habe null Perspektive.“ Es gehe ihr aber auch um die Mitarbeiter.

Uwe Bernecker, Geschäftsführer des Labels „Funky Staff“, zeichnet im Interview bei hr3 ein düsteres Bild: „Wenn der Lockdown noch länger geht, werden die Innenstädte komplett anders aussehen – und zwar dieses Jahr noch.“

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Anke Baumgärtel

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