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Die Kochbrüder Georg Heilmann und Bernd Aldinger (von links), sowie Frank Scholz, Bernd Roller und Jürgen Baum (von rechts) haben sich als professionelle Verstärkung Spitzenkoch Dietmar Rübenacker geholt – man kann immer etwas dazulernen, und sei es nur das kurze Anbraten von Jakobsmuscheln.  Foto: Meyer 
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Georg Heilmann ist der Chuchi-Leiter.  Foto: Meyer 
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Frank Scholz schneidet den Hauptgang auf und richtet ihn appetitlich an.  Foto: Meyer 
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Die Kochbrüder Bernd Aldinger (links) und Georg Heilmann erledigen die Vorarbeiten für den Hauptgang.  Foto: Meyer 
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Bernd Roller richtet seinen aufwendigen Zwischengang an: Aus grünem und weißen Spargel flicht er ein Gitter und beträufelt es mit einer Vinaigrette.  Foto: Meyer 
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Spargelgitter mit Passionsfrucht und Jakobsmuschel.  Foto: Meyer 
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Champagnermousse in Spargeloptik mit Erdbeeren und Schoko-Sand.  Foto: Meyer 
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Crépinette von Poularden- und Taubenbrust.  Foto: Meyer 
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Das ehemalige „Faßstüble“ an der Gerbelstraße ist seit drei Jahren das Vereinsheim des Clubs der Kochenden Männer. Hier wird getafelt, nachdem in der Küche die entscheidende Vorarbeit geleistet wurde.  Foto: Meyer 

Reuchlin Chuchi: Club der kochenden Männer bekommen Verstärkung von Spitzenkoch

Pforzheim. Männern mit geschärften Klingen in der geübten Hand Widerworte zu geben, verbietet sich aus Gründen des Selbstschutzes und der Höflichkeit. Außerdem wollen Fotograf und Reporter noch bei guter Gesundheit der Einladung des Clubs der kochenden Männer Folge leisten und im Zuge getaner beziehungsweise im Werden begriffener Arbeit zur Nahrungsaufnahme in kleiner, geselliger Runde schreiten.

Pardon – zu profan: Denn was die Herren an Herd und Ofen in der Küche des zum Vereinsheim umgebauten ehemaligen „Faßstübles“ an der Gerbelstraße in unmittelbarer Nähe zur Enz anrichten, ist vom Feinsten. Ein Spargel-Menü in mehreren Gängen haben sie annonciert.

Und wenngleich jeder von ihnen über ein gerüttelt Maß an Kenntnis und Kochkunst verfügt, gönnen sie sich an diesem Nachmittag und Abend die Unterstützung eines Spitzenkochs, der auch, nachdem es das Feinschmeckerlokal, das er und seine Frau Tina knapp 20 Jahre in Dietlingen betrieben haben, nicht mehr gibt, nichts von seinem Können eingebüßt hat: Dietmar Rübenacker (54) ist so etwas wie der Gaststar, seit 2016 der wohl beste Kantinen-Koch des Enzkreises in Diensten des Straubenhardter Oberflächenveredlers OTEC. Dessen Chef, Helmut Gegenheimer, war Stammgast bei den Rübenackers und machte dem gelernten Küchenmeister und Metzger den Wechsel schmackhaft – was Dietmar und Tina Rübenacker dennoch Zeit lässt für Koch-Events in der eigens für ihn eingerichteten Location „VinOTEC“ , wo sich tout Pforzheim unter anderem rund um Martini ein Stelldichein bei den ratzfatz ausgebuchten Gänse-Essen gibt.

Auch heute – begonnen hat der Abend mit dreierlei Amuses bouches (Espuma, Crème brulée und Tarte) – steht Federvieh auf der Speisekarte: Crépinette – ein saftiger Doppelpack von Tauben- und Poulardenbrust im Schweinenetz . Als dritter Gang folgt er einer Spargelterrine als Vorspeise, einem kunstvoll geflochtenen Gitter von weißem und grünen Spargel auf einer erfrischenden klassischen Vinaigrette mit Passionsfrucht und kurz gegrillter Jakobsmuschel als Zwischengang und vor einem Dessert, das an Spargel erinnert – tatsächlich aber eine raffinierte Täuschung ist, weil die weiße Mousse einer Spargelstange dank einer Silikonform lediglich nachempfunden wurde. Wenn der anrichtende Kochbruder Frank Scholz (er interpretiert den Dessert-Klassiker des langjährigen Zwei-Sterne-Kochs Paul Stradner vom „Brenners“ in Baden-Baden) das im nächsten Jahr bei der Grand-Maitre-Prüfung ebenso hinbekommt, steht einer höheren Weihe in der Koch-Bruderschaft nichts im Wege.

„Chapeau“ – Hut ab –, sagt Rübenacker, dessen Passion – zur Freude seiner Kundschaft in früheren Zeiten wie in den aktuellen Gourmet-Abenden – schon immer die Patisserie war.

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