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Über 500 Jahre alt ist der Reuchlin-Band, den Diplom-Bibliothekarin Annett Post-Hafner den Schülerinnen des Reuchlin-Gymnasiums Mirjam Dittrich, Vanessa Weik, Saskia Seitz und Zilan Inal (von links) im Stadtarchiv zeigt. Foto: Frei
Über 500 Jahre alt ist der Reuchlin-Band, den Diplom-Bibliothekarin Annett Post-Hafner den Schülerinnen des Reuchlin-Gymnasiums Mirjam Dittrich, Vanessa Weik, Saskia Seitz und Zilan Inal (von links) im Stadtarchiv zeigt. Foto: Frei
22.12.2017

Reuchlin-Gymnasium feiert 2018: Seit 50 Jahren im Neubau an der Schwarzwaldstraße

Pforzheim. Wenn am Reuchlin-Gymnasium nächstes Jahr das Jubiläum „50 Jahre am neuen Standort beim Wasserturm auf dem Rod“ gefeiert wird, dann kann die Unterrichtsanstalt auf ein über 570-jähriges Bestehen zurückblicken.

Die wechselvolle Geschichte der Schule, vor allem aber wie es zum Umzug von der Enz an die Schwarzwaldstraße kam und wie sich das Reuchlin-Gymnasium dort im zurückliegenden halben Jahrhundert entwickelt, das erarbeiten vier Schülerinnen der elften Klasse (Zilan Inal, Vanessa Weik, Mirjam Dittrich und Saskia Seitz) in einem Seminar unter anderem für einen ausführlichen Bericht im Jahresheft 2018 des „Reuchlin“. Dafür kam es jetzt zu einem ersten Besuch im Stadtarchiv. Als im Jahr 1447 die große Fürstenhochzeit des jungen Markgrafen Karl von Baden mit der Schwester des damaligen Kaisers Friedrich III. in Pforzheim abgehalten wurde, war vermerkt worden, dass in der Schule eine Küche für die im Schloss untergebachten Gäste eingerichtet worden sei. Aus einer Urkunde von 1474 geht dann hervor, dass sich die Schule im Haus Pfarrgasse 18, unterhalb der Schloßkirche, befunden hat – die berühmte Lateinschule, die im 15. und 16. Jahrhundert als als eine der bedeutendsten Gelehrtenschulen in Süddeutschland galt. Pforzheims großer Sohn, der Humanist Johannes Reuchlin (1455– 1522) wurde dort ebenso unterrichtet wie sein Neffe Philipp Melanchthon.

Wie sie die wechselvolle Geschichte der Lateinschule und der Nachfolgeanstalten sowie die vergangenen 50 Jahre des „neuen“ Reuchlin-Gymnasiums erarbeiten können, damit hat Diplom-Bibliothekarin Annett Post-Hafner die vier Reuchlin-Schülerinnen im Stadtarchiv vertraut gemacht. Und sie öffnete ihnen auch die Schatzkammer mit den Reuchlin-Schriften, so dass sie unter anderem einen von Thomas Anshelm im Jahr 1505 gedruckten Band staunend in die Hand nehmen konnten.

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