nach oben
Aus noch unbekannter Ursache sind im Hinterhof des Anwesens Bertholdstraße 24 Schuppen in Brand geraten. Der Rauchpilz war weithin zu sehen. © Seibel
Weithin zu sehen war die Rauchwolke über der Pforzheimer Nordstadt: Im Hinterhof Bertoldstraße 24 waren Schuppen in Brand geraten. © Kurtz
10.07.2010

Riesige Rauchwolke über Pforzheim – Brand in Hinterhof

PFORZHEIM. Schon von weitem zu sehen und dann auch zu riechen war die rieisige Rauchwolke am Samstag über der Pforzheimer Nordstadt. Gegen 17 Uhr sind dort an der Bertholdstraße 24 im Hinterhof aus noch unbekannter Ursache Schuppen in Brand geraten. Mit einem Großaufgebot an Feuerwehr und Polizei gelang es, den Brand noch rechtzeitig unter Kontrolle zu bringen, bevor er auf umstehende Wohnhäuser übergreifen konnte. Eine ältere Frau erlitt einen Schock, zwei Kinder mussten wegen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Bildergalerie: Brand in Hinterhof erzeugt Rauchwolke über Pforzheim

Nach ersten Informationen von PZ-news wurde die Feuerwehr Pforzheim um 17.07 Uhr alarmiert. Als die Feuerwehr kurz darauf eintraf, schlugen aus den Hinterhofgebäuden bereits fünf bis sechs Meter hohe Flammen. Eine Augenzeugin berichtete vor Ort, dass sie plötzlich einen lauten Knall gehört habe und dann alles schon lichterloh in Flammen gestanden sei. Das Feuer brannte so heftig, dass im Nachbarhaus bereits Fensterscheiben gesprungen sind. Dadurch bestand die Gefahr eines Übergreifens der Flammen auf die Wohngebäude. 

Weitere Details zur Brandursache wird es von der Polizei wohl erst in den Abendstunden oder am Sonntag geben. Wie in solchen Fällen üblich wird die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnehmen.

Das Feuer muss sich in den Schuppen, die früher als Installateur-Werkstatt genutzt worden sein sollen, sehr schnell ausgebreitet und reichlich Nahrung gefunden haben, denn der Rauchpilz über den Dächern der Nordstadt war enorm.Berufsfeuerwehr, Brötzingen-Weststadt, Haidach und Eutingen mit insgesamt 55 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen mussten den die Flammen massiv bekämpfen, um weitere Gefahren zu verhindern. Den Grundschutz für das Stadtgebiet stellten dienstfreie Beamten der Berufsfeuerwehr und der Abteilung Haidach sicher. 

Das Feuer konnte dann doch recht schnell gelöscht werden, der Brandgeruch lag aber noch länger in der Luft. Den haben auch etliche Schaulustige eingeatmet, obwohl die Polizei den Brandort weiträumig abgesperrt hatte, was wiederum zu Verkehrsbehinderungen führte. Für die Feuerwehr bedeutete dieser Einsatz eine extreme Anforderung, denn bei fast 40 Grad Celsius Sommerhitze plus der Gluthitze des Feuers war das Löschen in den dicken Schutzanzügen und mit Atemschutzgerät eine außerordentliche Belastung.

Leserkommentare (0)