nach oben
Wihö Verdi verkaufsoffener Sonntag: Uwe Kullmann (redet)
Wihö Verdi verkaufsoffener Sonntag: Uwe Kullmann (redet)
17.11.2016

Ringen um Wihö-Sonntag: Rechtsprechung gibt Gewerkschaft Handhabe zum Verbot

Still und leise war er von der Tagesordnung der November-Gemeinderatssitzung verschwunden, der Punkt „Verkaufsoffene Sonntage auf der Wilferdinger Höhe 2017“. Grund: Nach einem neuen Urteil des Bundesgerichtshofs sind verkaufsoffene Sonntage anfechtbar, außer sie sind eingebunden in ein größeres Ereignis, und die Ladenöffnung dominiert den Tag nicht.

Basierend darauf hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in den vergangenen Wochen verkaufsoffene Sonntage im Raum Frankfurt oder etwa auch in Ulm und Neu-Ulm, teils kurzfristig, verbieten lassen. Die Stadt Pforzheim bat daraufhin die Wihö-Händler zum Gespräch. Der Tenor: Man möge doch auf den geplanten Verkaufstag am 7. Mai verzichten und den zweiten Termin im Herbst zu einer großen Veranstaltung aufziehen, wie sie dem Urteil entspreche. Bei einem Treffen der Interessengemeinschaft Wilferdinger Höhe gestern im „Saturn“ haben die Mitglieder nun beschlossen, einen anderen Weg zu gehen, weil sie die zwei Sonntage wirtschaftlich und von der Bedeutung für den Zusammenhalt des Gebiets für äußerst wichtig halten. „Ich bin der Meinung, dass man um den Termin im Frühjahr kämpfen muss“, sagte etwa Rico Tischer. Für die eine Hälfte der Händler sei der Frühjahrstermin wichtig, für die andere der im Herbst, ergänzte die IG-WiHö-Vorsitzende Nicole Kälber. Schnellstmöglich will man der Stadt nun ein Konzept vorlegen. Das sieht ein großes Kinder- und Jugendfest vor, mit aufblasbaren Riesenrutschen etwa, Gladiator-Spiel, Bungee Run und Riesen-Hüpfburgen. Uwe Kullmann, Inhaber der Spielfest-Agentur Quad-Race, stellte der IG Wihö die Möglichkeiten vor und soll das Konzept nun im Detail ausarbeiten. Dafür sind die beteiligten Firmen auch bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. So viel, wie die städtische WSP von ihnen für die Durchführung des Ereignisses verlangen würde – laut IG Wihö 100 000 Euro – würde es allerdings bei Weitem nicht werden. Die WSP organisiert übers City-Marketing den City-Sonntag ohne vergleichbare Zahlungen, diese Veranstaltung steht durch die finanzielle Beteiligung des Innenstadthandels am Citymarketing auf einer anderen Basis.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Leserkommentare (0)