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Christa Möser sagt Nein zum Supermarkt: Hans-Joachim Bruch (links) und Michael Schwarz fangen auf dem Wochenmarkt die Stimmung ein.Erb
Christa Möser sagt Nein zum Supermarkt: Hans-Joachim Bruch (links) und Michael Schwarz fangen auf dem Wochenmarkt die Stimmung ein.Erb
30.09.2013

Rodrücken-Supermarkt bleibt ein Zankapfel

Pforzheim. Der Bebauungsplan „Südlich der Postwiesentraße“ steht kurz vor der Satzungsreife. Doch der dort geplante, gut 1400 Quadratmeter große Supermarkt bleibt weiter umstritten. Die Fraktionsgemeinschaft (Freie Wähler, Unabhängige Bürger und Liste BürgerBeteiligungsHaushalt) hat am Samstag auf dem Wochenmarkt erneut eine Aktion gestartet.

An ihrem Stand wurden kontroverse Diskussionen geführt. Sie führten vor Augen, dass ein Lebensmittel-Vollsortimenter an der Postwiesenstraße durchaus Befürworter hat. Fraktionssprecher Michael Schwarz und Hans-Joachim Bruch (LBBH) machten kein Hehl daraus, dass sie gegen den Bau eines solch großen Supermarkts sind. „Und die Menschen am Ludwigsplatz sind Ihnen wurscht?“, fragte Bruch etwa eine Frau, die sich vehement für einen Lebensmittelmarkt mit möglichst vielfältigem Angebot aussprach. Seit 25 Jahren lebe sie im Rodgebiet und warte auf wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten, sagte die Marktbesucherin. Vielen älteren Anwohnern, die sich „mit dem Rollator runter und wieder hoch quälen“, gehe es ähnlich: „Es ist Zeit, dass was geschieht.“

Die Fraktionsgemeinschaft erntete aber auch Lob für ihr Engagement.Schwarz stellte heraus, dass es sich nicht um eine Unterschriftenaktion, sondern um die Erfragung eines Stimmungsbildes handle. Die Fraktionsgemeinschaft sehe sich darin bestärkt, dass es „unbedingt“ eine Bürgerumfrage im Rodgebiet geben müsse. Thema sei nicht in erster Linie die Ansiedlung eines Edeka-Marktes. Es gehe um die Änderung eines gültigen Bebauungsplans, der in der aktuellen Version den Bau eines 800 Quadratmeter großen Marktes zulasse. Die Umwandlung eines allgemeinen Wohngebiets in ein Sondergebiet verändere den Gebietscharakter im Rod.

Mehr dazu in der Dienstagsausgabe der „Pforzheimer Zeitung“.

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