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Die Internetprobleme lösen:  Erster Bürgermeister Roger Heidt (rechts) und Ortsvorsteher Alois Amann im Gespräch.
Die Internetprobleme lösen: Erster Bürgermeister Roger Heidt (rechts) und Ortsvorsteher Alois Amann im Gespräch. © Hörner
29.01.2009

Roger Heidt sagt Hohenwart Hilfe beim Internet zu

PFORZHEIM. Erster Bürgermeister Roger Heidt hat sich dem Hohenwarter Ortschaftsrat vorgestellt und dabei schnelle Hilfe für das Internetproblem im Neubaugebiet zugesagt.

Seit dem 1. Oktober ist er für das Ordnungs-, Feuerwehr-, Stadtwerke- und Bäder-Dezernat IV verantwortlich. Er fühle sich auf dem Schultessessel „ausgesprochen wohl“ und packe mit großer Begeisterung Probleme an, sagte er. Beeindruckt von der dreiviertelstündigen „Antrittsrede“ des Gastes folgte noch eine halbstündige Fragezeit.

Als erster forderte CDU-Ortschaftsrat Karl Schröck Heidt auf, seine Mitarbeiter ein gemeinsames Konzept für umweltfreundliche gemeinsame Heizung von Rat- und Schulhaus, Mehrzweckhalle und auch Kircheneinrichtungen austüfteln zu lassen. Rund um den Tisch galt die Hohenwarter Sorge dem lahmen Internetzugang: „Unsere Bürger sind massiv unzufrieden!“ Beim Neubaugebiet „Obere Maden“, so erinnerten Ortschaftsräte, seien Zusagen der Stadt für ein Breitband-DSL nicht erfüllt worden. „Ein schwerer Nachteil für unsere Ansiedlungsbemühungen!“ Heidt sagte rasche Hilfe für dieses „wichtige Standortkriterium“ zu.

Künftig, so Heidt, würden solche Fehler vermieden: „Mein Ziel ist, im Rathaus ein Team aus erschließenden Eigenbetrieben und verkabelnden Stadtwerken zu installieren.“

Nach SPD-Ortschaftsrat Wolfgang Koch liegt das Angebot mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs sehr im Argen. Auch von den Schilderungen von Ortsvorsteher Alois Amann über jahrelange vergebliche Suche nach Betreibern ließ er sich nicht beeindrucken.

Koch sieht einen wesentlichen Teil der dörflichen Infrastruktur wegbrechen: „Was tun wir für unsere älteren Leute, die nicht mehr mobil sind?“ Heidt möge doch „ausloten“, wie das zu verbessern wäre. „Wir sind zum großen Teil selbst schuld“, stellte Heidt dem gegenüber in Zeiten von demnächst drei Supermärkten in Neuhausen und auch Huchenfeld (Bebauungsplan „Binne“) fest. Denn, so der frühere Direktor des Fremdenverkehrsverbands: „Auch die Bürger Hohenwarts stimmen mit den Rädern ab, befriedigen ihre Nachfrage in Nachbarorten, hier verbleibt doch kaum Nachfrage!“

Idee eines Wochenmarkts

Aber als „Freund der Regionalität“ habe er, Heidt, einen Vorschlag an den Ortschaftsrat: „Kümmert Euch um einen fahrenden Händler oder einen Wochenmarkt-Tag“. Artur Hagius (CDU) fand fürs seine Idee mehr Zuspruch: „Wenn unsere aktuellen Bemühungen um ein Pflegeheim mit betreutem Wohnen erfolgreich sind, könnte dort auch ein kleiner Laden mit Einzug halten“.