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Location und Namensgeber: Roland Müller vor dem „Café Roland“. Foto: Ketterl
Location und Namensgeber: Roland Müller vor dem „Café Roland“. Foto: Ketterl
Ein Abschiedsgeschenk für Roland Müller überreichen bei der Werkschau im CCP die Transportation Designer Lutz Fügener, Monika Markert und James Kelly (von links). Foto: Ketterl
Ein Abschiedsgeschenk für Roland Müller überreichen bei der Werkschau im CCP die Transportation Designer Lutz Fügener, Monika Markert und James Kelly (von links). Foto: Ketterl
17.07.2015

Roland Müller: „Meine Studenten sind für mich alles“

Pforzheim. Der Mann hat’s nicht weit – ein paar Schritte nur über die Brücke von seinem Arbeitsplatz zu dem Café, das seinen Namen trägt: Wir sind mit Roland Müller verabredet. Natürlich im „Café Roland“, der Location im stehengebliebenen Turm der alten Alfons-Kern-Schule, gegenüber dem neuen Kreativzentrum EMMA. „Ich hab’ mich gefreut, als die Studenten gefragt haben, ob sie das Café nach mir benennen dürfen“, sagt Müller. Nur wegen ihm und seinem Interview mit der PZ – es ist sein einziges und das erste nach 44 Jahren und ein paar Tage vor seinem Ruhestand – haben sie das Café aufgesperrt.

Für Roland Müller tun sie alles – so wie der heute 65-Jährige stets wie eine Mixtur aus Beichtvater, Förderer, Manager und Löwenmutter war: „Die Studenten sind für mich alles“, sagt der Leiter des Prüfungs- und Praktikantenamts. Wer mit ehemaligen Weggefährten des Gestalter-Urgesteins spricht, badet alsbald in Hymnen. Von einem „fadengeraden, kantigen Kopf“ ist die Rede. Von einem, der keine Scheu hatte, auch den Professoren zu sagen, wo es lang geht. Von einem, der Klartext redete – auch wenn es wehtat. Von einem, der nicht in Hierarchien dachte, der auch ein Ohr für die „kleinen Mitarbeiter“ hatte, einer mit Profil und Seele, der zur Not auch ans Krankenbett eines Studenten eilte, um ihn durch die Prüfung zu bringen.

Die aktuelle Werkschau ist seine letzte – zumindest in seinem regulären Arbeitsleben. Wenn die Hochschulverwaltung dem Wunsch des Dekanats und der Professorenschaft zustimmt, wird Müller der Fakultät weiter – auf Honorarbasis – erhalten bleiben.

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