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20.10.2016

Rülke gegen teure externe Beratung

Pforzheim. Nachdem nun bekannt wurde, dass OB Hager plant, eine höhere sechsstellige Summe für die „externe Beratung einer Haushaltsstrukturkommission“ auszugeben, hat der Vorsitzende der FDP/FW-Fraktion, Hans-Ulrich Rülke, den entschiedenen Widerstand seiner Fraktion angekündigt.

Es sei doch hanebüchen, so Rülke, dass in Pforzheim einerseits überall gespart werde und andererseits das Geld für „Diskussionswissenschaftler“ mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen werden solle. Da werde beim Bürgerhaus Buckenberg-Haidach gespart, beim Kulturhaus Osterfeld und beim Stadttheater, im Bildungsbereich und im Sport. Aber dann wolle man für Leute Unsummen ausgeben, die dafür „die Stadträte in Stuhlkreise setzen und deren Brainstorming an Pinnwände heften“. Für so etwas stehe seine Fraktion nicht zur Verfügung. Es sei die Aufgabe des Gemeinderats, den Haushalt aufzustellen und zu beschließen. Nicht aber, sich am Ende hinter „teuer bezahlten Gurus“ zu verstecken und der Öffentlichkeit zu erzählen, die Diskussionswissenschaftler seien für die Sparmaßnahmen verantwortlich. Für Fraktionsvize Michael Schwarz (Freie Wähler) ist die Höhe der Summe, die aufgewendet werden soll, unverständlich: „Jetzt schon vor zu haben, die Beratung EU-weit ausschreiben zu lassen, bedeutet, dass mindestens 207 000 Euro verbraten werden sollen.“