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Politische Gespräche zum Thema Pflege haben Wenzel Placht, Hans-Ulrich Rülke und Susanne Pletowski geführt. Foto: Meyer
Politische Gespräche zum Thema Pflege haben Wenzel Placht, Hans-Ulrich Rülke und Susanne Pletowski geführt. Foto: Meyer
15.08.2018

Rülke wünscht Wertschätzung der Pflege – und Pragmatismus

Pforzheim. „Aus eigener Erfahrung mit meinen Eltern, die beide in ihren letzten Lebensjahren pflegebedürftig waren, weiß ich, welch wertvolle Aufgabe Tag für Tag von Pflegerinnen und Pflegern erbracht wird“, berichtet der Pforzheimer FDP-Politiker Hans-Ulrich Rülke.

Am Mittwoch hospitierte der Vorsitzende seiner Landtags- und der Gemeinderatsfraktion einen Vormittag lang beim privaten Pflegedienst SPPS und begleitete dessen Chefin Susanne Pletowski auch zu einem ihrer Kunden, dem 85-jährigen Wenzel Placht. „Ich wünsche mir einen breiteren Fokus des Themas in der Öffentlichkeit und möchte meinen Beitrag dazu leisten, eine höhere Wertschätzung und Verbesserungen für die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und die Dienstleister zu erreichen.“

Wichtig sei dafür ein vernünftiges Einwanderungsgesetz, das den gravierenden Fachkräftemangel zu lindern vermöge. Darin sind sich Rülke und Pletkowski einig, die nicht nur als SPPS-Chefin in Pforzheim für 35 Mitarbeiter und 190 Pflegebedürftige Verantwortung trägt, sondern sich auch als Vizepräsidentin des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) politisch für das Thema engagiert.

Einzig mit den Philippinen sei man in gutem Kontakt, was die Gewinnung ausländischer Fachkräfte für die Pflegebranche angeht, berichtet sie. Nicht nur mit Blick auf diese Branche, sondern auch aufs Handwerk stellt sich Hans-Ulrich Rülke hinter die Forderung „Spurwechsel“, die Flüchtlingen mit Arbeitsplatz und Qualifikation den Verbleib in Deutschland ermöglichen will. Vermehrt fordern Handwerks- und andere mittelständische Betriebe dies. Die Unionsparteien blockten hier, kritisiert Rülke. Die Folge: „Wir schieben oft die Falschen ab.“