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Präventions-Konzept auf der Messe hat Erfolg: Weniger Alkoholexzesse
Präventions-Konzept auf der Messe hat Erfolg: Weniger Alkoholexzesse © Seibel
17.06.2011

Ruhige Messe: Kaum Prügel nach Alkoholexzessen

PFORZHEIM. "Das Oktoberfest in München ist für uns ein abschreckendes Beispiel: Wir wollen keine Ballermann-Stimmung im Festzelt auf der Pforzemer Mess", sagt der Pforzheimer Marktmeister Marc Pfrommer, der von sechs Jahren ein besonderes Netzwerk der Jugendarbeit auf der Mess initiierte.

Dieses inzwischen ausgeweitete Netzwerk trägt Frächte. Es gibt keine Alkoholexzesse und Schlägereien mehr wie vor sechs Jahren auf der Mess. Die Polizei meldet in diesem Jahr noch keine einzige Festnahme während der Mess. Es geht absolut friedlich und familienfreundlich zu.
Festwirkt Marco Beinhorn schenkt Alkohol erst ab 18 Jahren aus, obwohl es ihm erlaubt wäre, Bier bereits ab 16 Jahren zu verkaufen. "Das mache ich aber nicht, weil ich keine alkoholisierten Jugendlichen in meinen Festzelt haben möchte, sondern ein gutes Familienpublikum", betont er. Darum gebe es auch keine Wettrink-Wettbewerbe, Tanz auf den Tischen oder Techno-Musik. Ein Sicherheitsunternehmen kontrolliert, ob Jugendliche angetrunken auf die Mess kommen und schickt sie in diesem Fall gleich wieder nach Hause. "Außerdem ist es verboten, Alkohol mit auf die Mess zu nehmen", so Sicherheitschef Alexander Geiger. In Zusammenarbeit mit den Streetworkern Innenstadt, dem Netzerk Looping, der AG Drogen und einem Bildungsträger des Arbeitsamts, der schwer zu vermittelnde Jugendliche dank spezieller Unterrichts-Seminare verstärkt in Arbeit und Ausbildung bringt (USS GmbH), ziehen viele an einem Strang bei diesem Sicherheitskonzept in Pforzheim.

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