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Gedenkfeier zum 23. Februar auf dem Hauptfriedhof © Ketterl
23.02.2011

Rund 600 Menschen bei Gedenkfeier zum 23. Februar

PFORZHEIM. In zahlreichen Veranstaltungen hat die Stadt Pforzheim heute der Zerstörung der Stadt am 23. Februar 1945 gedacht. Auf der zentralen Gedenkfeier am Hauptfriedhof erinnerte Oberbürgermeister Gert Hager an die mehr als 17000 Menschen, die bei dem rund 20minütigen Luftangriff an diesem Tag ihr Leben verloren.

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„Wir dürfen nicht nachlassen, die notwendigen Lehren aus dem Grauen, aus der Erinnerung an den deutschen, an den nationalsozialistischen Krieg zu ziehen“, mahnte das Stadtoberhaupt. So sei es eine Pflicht diese „Erkenntnisse – das hohe Gut der Demokratie und der Menschenwürde“ – immer wieder an die junge Generation weitergeben, sagte Gert Hager weiter.

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„Die Ewiggestrigen dürfen nicht einen Hauch einer Chance bekommen, an Einfluss zu gewinnen.“ Dabei erinnerte Gert Hager aber auch an die deutsche Schuld, die aus dem Erinnern nicht ausgeblendet werden dürfte. „Der 23. Februar ist ein Tag des mahnenden Erinnerns, und er wird es nach dem Willen der Stadt und ihrer Menschen bleiben. Wir erinnern uns und gedenken der Opfer des verbrecherischen Krieges, und wir mahnen die Lebenden zur Wachsamkeit“, schloss das Stadtoberhaupt seine Rede.

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Im Anschluss an die Rede wurden die Kränze niedergelegt. Pfarrer Dr. Johannes Mette (Katholische Kirche) und Dekan Dr. Hendrik Stössel (Ev. Kirche) sprachen Worte des Gedenkens und das Gebet. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Chorälen der Bläsergruppe des Musikzuges der Feuerwehr Pforzheim unter der Leitung von Dr. Bernd Windelband.

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