nach oben
Ein unspektakuläres Ende nahm ein Suizidversuch an der Dillsteiner Straße in Pforzheim. SEK-Kräfte drangen ohne Gegenwehr in eine Wohnung ein und retteten einen 60-jährigen Mann. © Eisemann
Große Aufregung im Bereich der unteren Pforzheimer Schwarzwaldstraße: Ein geplanter Suizid hat einen Großeinsatz von Polizei und den Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) verursacht. © Eisemann
03.08.2017

SEK beendet Suizidversuch in Pforzheim - Keine Waffen bei Mann gefunden

Pforzheim. Große Aufregung in der Südweststadt: Überall im Bereich Dillsteiner und Schwarzwaldstraße zuckte Blaulicht, schwer bewaffnete Polizisten waren dort zu sehen, die Polizei hatte am späten Mittwochabend einen Bereich der Dillsteiner Straße abgesperrt. Ein möglicher Suizid hatte das große Polizeiaufgebot und den Einsatzes eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) verursacht.

Bildergalerie: SEK zu geplantem Suizid in Pforzheim gerufen

Um 19.47 Uhr hat der Polizeieinsatz begonnen haben. Um Mitternacht war das SEK in die Wohnung eines 60-jährigen Mannes eingedrungen. Augenzeugen berichten von einem Knall und dann hätten sie Lichtblitze in der Wohnung gesehen. Die SEK-Kräfte konnten den Mann, der sich schon selbst verletzt hatte, problemlos überwaltigen. Er wurde anschließend in die Psychiatrie verbracht.

Der heikle Moment an dem Einsatz: Die Polizei musste davon ausgehen, dass der 60-Jährige eventuell Waffen besitzt. So wurde von der Jahnstraße aus eine Sicherheitszone an der Dillsteiner Straße eingerichtet. Die Absperrung diente aber wohl auch gleichzeitig als Mittel, um Gaffer fern zu halten. Zuletzt hatten am Montagabend in Baden-Baden zahlreiche Schaulustige die Szene eines Suizidversuchs nicht nur mit Smartphones gefilmt, sondern auch noch den verwirrten Mann durch Rufe auch noch zum Springen von einem Hoteldach ermutigt.

Offenbar hatten die Kontaktversuche der Polizei zu dem 60-Jährigen keine Klärung der Situation ergeben, weshalb eine SEK-Einheit angefordert wurde. Nachdem die Beamten in die Wohnung eingedrungen waren, konnten sie den Mann ohne Gegenwehr überwältigen. Eine Durchsuchung nach Waffen verlief offenbar ergebnislos. Die Kosten für den noch nicht bezifferbaren Einsatz dürften nach Polizeiaussagen wohl nicht dem 60-Jährigen in Rechnung gestellt werden, da er sich ja in einer psychischen Zwangslage befunden habe.