nach oben
19.09.2009

SPD setzt auf Uwe Winkler als Hager-Nachfolger

PFORZHEIM. Uwe Winkler (50) ist in Pforzheim kein Unbekannter: Er war von 1989 bis 1992 persönlicher Referent von OB Dr. Joachim Becker. Jetzt will er Sozial-Bürgermeister werden, er strebt die Nachfolge von Gert Hager an.

Der Samstag war für die Mitglieder der gemeinderätlichen SPD-Fraktion ein langer Tag: Von 9.30 bis 16.30 Uhr stellten sich zwei Frauen und zwei Männer als Kandidaten der Fraktion vor. Am Ende wählte das Gremium Uwe Winkler, der seit April 2004 als Erster Kreisrat beim Landkreis Helmstedt tätig ist, als Kandidaten für das Amt des Sozial- und Kulturbürgermeisters. Die SPD-Fraktion hat nach der Gemeindeordnung das Vorschlagsrecht, erläuterte Ralf Fuhrmann, der Sprecher der Findungskommission. Der Gemeinderat wird den Sozialdezernenten am Dienstag, 13. Oktober, wählen.

Einstimmige Entscheidung

Die Entscheidung war nach Angaben von Fuhrmann einstimmig für Winkler gefallen. Zuvor hatte die so genannte Findungskommission der Sozialdemokraten, die aus den SPD-Stadträten Jens Kück, Jacqueline Roos, Ralf Fuhrmann und dem Berater Thomas Paeffgen bestand, in drei Vorstellungsrunden elf Kandidaten unter die Lupe genommen. Dabei handelte es sich um Kandidaten, die entweder ihre Bewerbung offiziell im Rathaus abgeben hatten, oder ihr Interesse über die Partei bekundet habe. Michael Schwarz sei nicht dabei gewesen, berichtete Fuhrmann. Schwarz bestätigte am Sonntag auf PZ-Anfrage, dass er seine Bewerbung bislang noch nicht im Rathaus abgegeben habe. Dies würde aber in der kommenden Woche geschehen.

Uwe Winkler, der seit 1983 Mitglieder der SPD ist, arbeitet derzeit als Erster Kreisrat und ist für die Bereiche Schule, Kultur, und Sport zuständig. Dies sieht Winkler auch als „sehr gute Voraussetzung“ an, um sich auf das einstige Amt von Gert Hager zu bewerben. Zudem war er in den Jahren 1995 bis 2003 Erster Beigeordneter der Stadt Schwäbisch Hall und in dieser Zeit unter anderem auch für das Jugendamt, die Bereiche „Schule und Soziales“, sowie die städtischen Kultureinrichtungen tätig. Der 50-Jährige erwähnte auch bei seiner Vorstellung, dass in Schwäbisch Hall während seiner Amtszeit seine Stelle aus der Hauptsatzung gestrichen worden sei. Zudem hat sich der ausgebildete Verwaltungswissenschaftler vor einem Jahr als Beigeordneter in Friedrichshafen beworben, sei aber knapp dem Amtsinhaber unterlegen, berichtet Winkler.

Der 50-Jährige sieht seine künftige Aufgabe in Pforzheim darin, die Strukturen im sozialen und kulturellen Bereich in der Stadt Pforzheim zu erhalten. Aber er hat auch persönliche Gründe weshalb er wieder nach Baden-Württemberg zurückkehren will. So führt der 50-Jährige seit drei Jahren eine Wochenend-Ehe. Seine Frau lebt in Schwäbisch-Hall.

Seine offizielle Bewerbung will Uwe Winkler in der kommenden Woche im Rathaus abgeben und danach wird er sich bei den verschiedenen Fraktionen persönlich vorstellen.