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27.09.2009

SPD und Kandidatin Mast brechen dramatisch ein

PFORZHEIM. Das vorläufige Bundestagswahl-Endergebnis aus Pforzheim und Enzkreis ist da: Gunther Krichbaum (CDU) holt mit 40,7 Prozent das Direktmandat. Die SPD bricht um über zehn Prozentpunkte ein und liegt bei 20,0 Prozent - Kandidatin Katja Mast kaum besser, bei 22,9 Prozent.

Es wäre eine kleine Sensation, wenn es wirklich alle fünf Kandidaten für Pforzheim und Enzkreis in den Bundestag schaffen. Sicher ist: Gunther Krichbaum (CDU) gewinnt mit 40,7 Prozent der Stimmen das Direktmandat. Katja Mast (SPD) muss zwar einen Verlust von rund zehn Prozent gegenüber der Wahl 2005 hinnehmen, schafft den Einzug ins Parlament aller Voraussicht nach jedoch über ihren guten Platz auf der Landesliste.

Vor allem FDP-Kandidat Erik Schweickert kann sich über großen Zuwachs freuen: Mit 16,1 Prozent hat sich sein Stimmenanteil gegenüber 2005 mehr als verdoppelt - damit ist ihm ein Posten als Abgeordneter so gut wie sicher. Memet Kilic (Grüne) liegt bei 10,0 Prozent, Annette Groth (Die Linke) bei 6,8 Prozent. Beide haben realistische Chancen auf einen Einzug ins Parlament über die Landeslisten.

Bei den Zweitstimmen aus Pforzheim bricht vor allem die SPD ein, ganz nach Bundestrend: Rund zehn Prozent weniger sind es, die Partei stürzt von 31,1 Prozent (2005) auf 20,0 Prozent. Die CDU verzeichnet einen leichten Verlust von rund fünf Prozent und liegt bei 34,5 Prozent.

Die kleinen Parteien gewinnen, allen voran die FDP: Mit 7,1 Prozentpunkten Zuwachs liegt sie bei stolzen 19,7 Prozent. Die Grünen legen um 3,1 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent zu, die Linke um 3,4 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent.

Mit 70,7 Prozent lag die Wahlbeteiligung rund sieben Prozentpunkte unter der Wahlbeteiligung von 2005.