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Der neue Ersatzverkehr startet am kommenden Sonntag. Foto: Privat
Der neue Ersatzverkehr startet am kommenden Sonntag. Foto: Privat
14.07.2016

SVP macht Bus-Personal neues Abfindungsangebot

Pforzheim. Die Geschäftsführung der Stadtverkehr Pforzheim (SVP) GmbH hat in zwei Mitarbeiterversammlungen am Donnerstag ein neues und „letztmaliges“ Abfindungsangebot unterbreitet. Es basiere auf dem im Mai vorgestellten Angebot, das inzwischen von annähernd 130 Mitarbeiter angenommen worden sie, so die SVP in einer Pressemitteilung.

„Die Konditionen wurden insbesondere für die Gruppe der älteren Schwerbehinderten nochmals verbessert“, wird Geschäftsführer Nico Langemeyer zitiert. „Unsere Beschäftigten haben nun Zeit, bis zum 28. Juli eine Entscheidung zu fällen.“ Zwei Drittel der Abfindung würden zum 31. August ausbezahlt, der Rest beim Ende des Arbeitsverhältnisses. „Wir freuen uns, dass wir wirtschaftlich in der Lage sind, dieses Angebot zu unterbreiten“, so Langemeyers Stellvertreter Axel Welslau. In der Vergangenheit hatte es seitens Verdi wiederholt Zweifel an der wirtschaftlichen Situation der SVP gegeben. Die Gesellschaft und der verantwortliche Erste Bürgermeister Roger Heidt haben Insolvenzgerüchte jedoch immer zurückgewiesen. Zeitgleich mit dem neuen Angebot betont die SVP, dass „darüber hinausgehende Forderungen“ nicht erfüllt werden könnten. „Sie würden die Leistungsfähigkeit der SVP GmbH & Co. KG überschreiten und existenzgefährdend wirken.

Auch die erneute Erweiterung des Ersatzverkehrs ab dem kommenden Sonntag, 17. Juli, sei Thema der beiden schichtweisen Versammlungen gewesen. Der Dienstplan sei mit dem Betriebsrat vereinbart worden, die Personalplanung sei ebenfalls im Einvernehmen mit den Arbeitnehmervertretern erfolgt.

Kaum Arbeit mehr für SVP

Wie berichtet, übernimmt der Ersatzverkehr mit Angestellten von Drittfirmen für vorerst zwei Monate einen Großteil der Buslinien, was bedeutet, dass es für die meisten SVP-Fahrer keine Arbeit gibt. „Die überzähligen Fahrer werden zunächst für die Zeit bis zum 11. September unter Anrechnung auf Urlaubsansprüche und geleistete Überstunden freigestellt“, so die SVP. Man kalkuliere damit, dass für die weiter durch die SVP bedienten Linien rund 40 Fahrer, ab dem 28. Juli noch rund 28 Fahrer benötigt würden – dann beginne der Sommerfahrplan. „Hinzu kommt eine gewisse Reserve“, wird Welslau zitiert. Zum Stand der Gespräche haben Betriebsrat und SVP-Leitung Stillschweigen vereinbart – und sind seither auch nicht mehr zu erreichen.

www.pforzheimfaehrtbus.de

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