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SVP-Betriebsratsvorsitzender Guido Koch erzürnt sich über ein Interview von Erstem Bürgermeister Roger Heidt. Foto: Seibel
SVP-Betriebsratsvorsitzender Guido Koch erzürnt sich über ein Interview von Erstem Bürgermeister Roger Heidt. Foto: Seibel
15.01.2016

SVP-Betriebsrat fordert erzürnt Rücktritt von Erstem Bürgermeister Heidt

Pforzheim. Dass die Nerven nach der Entscheidung des Regierungspräsidiums für einen Busverkehr in privater Hand blank liegen, zeigt am Freitag die scharfe Reaktion des SVP-Betriebsrats: Der Vorsitzende Guido Koch fordert im Namen der Stadtverkehr-Mitarbeiter den Ersten Bürgermeister Roger Heidt zum sofortigen Rücktritt auf. Anlass ist ein kurzes SWR-Interview mit Heidt, das am Donnerstagabend in der Landesschau zu sehen war.

Darin sagt Heidt, dass Pforzheim durch einen Wechsel viel Geld spare. Diesem könne man angesichts der schlechten Haushaltslage „durchaus positive Seiten abgewinnen“. SVP-Betriebsratschef Koch nennt diese Äußerung „unverfroren, respektlos und geradezu skandalös“. Heidt habe kein Wort über die 250 SVP-Mitarbeiter und deren Familien verloren, die in ihrer Existenz bedroht seien.

Heidt indes betont auf PZ-Nachfrage, dass er – wie häufig – auch in jenem Interview die Zukunft der Mitarbeiter in den Fokus gerückt habe. Er habe mit dem SWR ein längeres Gespräch geführt, von dem nur 13 Sekunden gesendet worden seien. Er habe großes Verständnis für die „aufgewühlte Situation“ beim SVP und die „emotionale Befindlichkeit“ Kochs. Für die Lösungssuche empfehle er aber „uns allen einen kühlen Kopf“ und direkte Kommunikation. „Im Zweifelsfall hilft auch ein Telefonat.“

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