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15.05.2013

Satellitentechnik für den Iran: Geschäftsmann vor Gericht

Pforzheim/Mannheim. Wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz in 18 Fällen hat die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim einen 54-jährigen Deutsch-Iraner angeklagt.

Der Geschäftsmann hat Firmen in Pforzheim und Karlsruhe. Er soll seit 2010 iranische Unternehmen mit Solarzellen und Mikrowellenrichtantennen beliefert haben – Material, das vor allem in der Satellitentechnik eingesetzt wird. Wegen des iranischen Atomprogramms sind Einfuhren in den Iran verboten. Die Staatsanwaltschaft durchdrang nur mühsam das mutmaßliche Geflecht aus Scheinfirmen und Unterorganisationen. Der Umsatz der Handelsgeschäfte soll im Millionenbereich liegen. Verhaftet wurde der Tatverdächtige im November vergangenen Jahres. Meist soll er das Material im Reisegepäck bei Flügen in den Iran gebracht haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Mindeststrafe von zwei Jahren. Im Jahr 2003 war ein Pforzheimer in Mannheim wegen des Bruchs des Waffenembargos gegen den Irak zu fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. ol