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Schulterschluss für mehr Sauberkeit in der Stadt: In die Caféteria des EMMA hat Oberbürgermeister Gert Hager (Mitte) einige jener Helfer geladen, die unermüdlich und regelmäßig wilden Müll einsammeln.
Schulterschluss für mehr Sauberkeit in der Stadt: In die Caféteria des EMMA hat Oberbürgermeister Gert Hager (Mitte) einige jener Helfer geladen, die unermüdlich und regelmäßig wilden Müll einsammeln.
21.09.2015

Saubere Sache: Sie sagen Müllsündern den Kampf an

Pforzheim. „Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass unsere Stadt lebenswert ist“, sagt Gert Hager. Und: „Wir würden es alleine gar nicht schaffen.“ Wie recht der Oberbürgermeister mit beiden Aussagen hat, verdeutlichen die Erlebnisse, von denen die mit einem Empfang am Montagnachmittag im Kreativzentrum EMMA gewürdigten ehrenamtlichen Müllsammler erzählen.

Heile Welt in Hohenwart? Von wegen! Wenn Winfried Holzhauer, Wanderwart der dortigen Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins, mit Franz Gerber und weiteren Mitgliedern in der Aktionswoche „Saubere Stadt“ ausschwärmen, kommen sie schnell ins Schwitzen. Autoreifen, Warmwasserboiler, benutzte Windeln sammeln sie im Wald und an Parkplätzen ein. Jüngst entdeckten und entfernten sie gar eine komplette Badezimmer-Einrichtung, wie Franz Gerber kopfschüttelnd berichtet.

Nähmaschinen und Rasenmäher haben Pestalozzischüler schon gefunden. „Die haben inzwischen eine Spürnase entwickelt“, sagt Lehrerin Beatrix Fasler, die seit Jahren die Aktion begleitet. Wilder Müll sei ein „Riesenproblem“, mit dem sich der Quartiersrat der KF in jeder Sitzung beschäftige, sagt René Dantes und betont: „Wir müssen was tun, das ist unsere Stadt.“

Mit dieser Einstellung ist Dantes zum Glück nicht allein. Vertreter von 70 Initiativen hat OB Hager eingeladen, an der jüngsten Aktionswoche wurden insgesamt 2000 Teilnehmer gezählt. Beinahe 100 Kubikmeter Müll haben sie eingesammelt. Dafür dankt Hager den Helfern – persönlich, aber auch im Namen der Verwaltung und des Gemeinderats.

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