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Zuletzt fand der Gruschtelmarkt am Waisenhausplatz statt. Foto: Tilo Keller

Scharfe Kritik am neuen Gruschtelmarkt-Konzept

Pforzheim. Mit scharfen Tönen reagiert die Gemeinderatsfraktion der Grünen Liste auf die vergangene Woche bekanntgegebene räumliche und zeitliche Verlegung des Gruschtelmarkts (die PZ berichtete).

„Nachdem die WSP (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim) bereits mit der Verlegung des traditionellen Events des Grutschtelmarktes aus der Innenstadt auf den Waisenhausplatz der gesamten Veranstaltung den eigentlichen Charme genommen hatte, kommt nun der letzte Akt, ein erfolgreiches Konzept komplett abzuschaffen“, heißt es darin. Bereits mit der Verlegung auf den Waisenhausplatz sei die Grüne Liste nicht einverstanden gewesen. „Ein tolles Event wurde mit Nachdruck torpediert“, so der Fraktionsvorsitzende Axel Baumbusch. Der Gruschtelmarkt habe als Attraktion die Innenstadt belebt. Er sei für Familien und Kinder in seinem ursprünglichen Format ein spannendes Event gewesen. „Nun wird er zu einem ganz normalen Flohmarkt umstrukturiert, den es immer wieder mal im Enzauenpark gibt“, ärgert sich Stadtrat Emre Nazli. Susanne Wendlberger und Petra Bösl kritisieren die Bündelung mit der Bierbörse, womit die ursprüngliche Familienfreundlichkeit mit Alkoholkonsum verknüpft werde. Anlieferungsprobleme seien erst durch die Verlegung auf den Waisenhausplatz entstanden. Diese nun als Begründung zu nehmen, die Veranstaltung erneut uninteressanter zu planen zeige, dass WSP-Direktor Oliver Reitz seiner Anfangslinie treu bleibe: „Wie schaffe ich attraktive Events in Pforzheim ab!“, ärgert sich Baumbusch über die Begründungen in der Pressemitteilung der WSP.

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